Asylbewerber suchen Hilfe: Mehr Anfragen in der Uelzener DRK-Kleiderkammer

Wäsche für Flüchtlingskinder

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Bis zu 80 Menschen pro Ausgabetag suchen in der Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes Kleidung und Wäsche. Fotos: privat

Uelzen. Die steigende Zahl der Asylbewerber im Landkreis Uelzen ist auch in der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu spüren. Bis zu 80 Menschen pro Ausgabetag suchen die Einrichtung an der Albertstraße 11 auf.

Aufgrund der gewachsenen Nachfrage gibt es zusätzlichen Bedarf, erklärt Donata Freude, die seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich dort arbeitet.

„Es sind meistens die Frauen, die für sich und ihre Männer Sachen holen“, berichtet sie, und viele der Hilfesuchenden hätten kleine Kinder. „Wir brauchen dringend Bettwäsche, Handtücher und Kinderkleidung.“

Nach dpa-Berichten verkauft das DRK bundesweit bis zu 35 Prozent der Altkleider an Zwischenhändler in Asien, Afrika und Lateinamerika. Rund zwölf Millionen Euro nehme es dadurch jährlich ein. Nach Angaben des Uelzener Kreisverbandes werden aber die Spenden, die in Kleidercontainer des DRK geworfen, in der Kleiderkammer dienstags zwischen 7.30 und 10.45 Uhr oder beim Kreisverband an der Ripdorfer Straße 21 abgegeben werden, zunächst sortiert. Nur die nicht mehr verwertbare Kleidung werde verkauft.

Nach dem vermehrten Aufbau von Altkleidercontainern anderer Anbieter habe die Menge der Kleidung, die kostenlos an Bedürftige herausgegeben wird, nicht abgenommen, sagt Freude – aber die Nachfrage sei gestiegen. Der Erlös aus dem Verkauf hingegen ist durch die große Konkurrenz gesunken, so der Uelzener DRK-Geschäftsführer Heinz Meierhoff. Die Einnahmen kämen der ehrenamtlichen Arbeit des DRK zugute.

Von Diane Baatani

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