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Während der Corona-Krise: Im Landkreis Uelzen bricht Debatte um Gesundheitsamt los

  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Uelzen/Landkreis - Seit 2006 arbeiten der Landkreis Uelzen und der Landkreis Lüchow-Dannenberg zusammen, wenn es um das Gesundheitsamt geht. Jetzt, in der Corona-Krise, droht das Ende der Zusammenarbeit.

Nach AZ-Informationen hat die Uelzener Kreispolitik empfohlen, dass der Landkreis Uelzen aus dem Zweckverband Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg auszusteigen soll.

Die Ausstiegspläne des Landkreises Uelzen aus dem Zweckverband Gesundheitsamt gehen auf einen Beschluss aus dem nicht-öffentlichen Kreisausschuss am Dienstagabend hervor. Das soll zum 1. Januar 2022 passieren. 

Das letzte Wort hat der Kreistag. Er kommt am Dienstag zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Der Zweckverband hat Standorte in Uelzen und Lüchow. An beiden Standorten zusammen sind 39 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf 25,5 Stellen aufteilen.

Begründet wird der Austritt mit der Notwendigkeit des direkten Zugriffs des Landkreises Uelzen auf das Gesundheitsamt – insbesondere als Katastrophenschutzbehörde in Pandemiezeiten, aber auch außerhalb solcher Krisenzeiten. Dies teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Der Landkreis Uelzen erwartet darüber hinaus eine deutliche Effizienzsteigerung der Abläufe und Prozesse, zum Beispiel durch den Wegfall z.B. von Geschäftsführung, separatem Haushalt nebst Jahresabschluss und entsprechender Prüfung.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern drohe angesichts des Ausscheidens des Landkreises Uelzen aufgrund der Regelungen in der Zweckverbandssatzung keine Arbeitslosigkeit. Alle Beschäftigten würden von den beiden Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg übernommen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

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