Hansestadt Uelzen kontrolliert regelmäßig Bäume auf Gefahrenquellen

163 vorsorgliche Fällungen

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An der Groß Liederner Straße stürzte in der vergangenen Woche ein Baum auf ein Auto. Um so etwas eigentlich zu verhindern, kontrolliert die Stadt regelmäßig rund 20 800 Bäume.

Uelzen. Nachdem in der vorigen Woche ein Straßenbaum an der Groß Liederner Straße auf ein Auto gestürzt ist, lässt die Hansestadt Uelzen zurzeit durch den kommunalen Versicherer prüfen, ob eine Verantwortlichkeit der Stadt gegeben ist.

Das teilt Stadtsprecherin Ute Krüger auf AZ-Nachfrage mit. Der Baum sei aber wie jeder andere der rund 20 800 Bäume im Straßenbegleitgrün und den öffentlichen Grünanlagen der Hansestadt regelmäßig überprüft worden.

„Je nach Standort, Alter und Zustand des Baumes werden die Bäume zwischen vier- und einmal jährlich kontrolliert“, sagt Krüger. Diese Kontrollen werden von der Abteilung für Grünflächen und Umwelt ausgewertet, die dann im Einzelfall auf Grundlage von weitergehenden Untersuchungen entscheidet, ob ein Baum gefällt werden muss oder andere Sicherungsmaßnahmen notwendig sind, etwa um einzelne Äste aus der Baumkrone zu entfernen. Außerdem wird festgelegt, wie oft der Baum kontrolliert werden muss.

Wenn sich herausstellen sollte, dass ein Baum zur Gefahrenabwehr gefällt werden muss, geschehe dies so schnell wie möglich. „In der Saison 2017/18 wurden im Stadtgebiet insgesamt im Straßenbegleitgrün und den öffentlichen Grünanlagen 163 Bäume gefällt“, berichtet die Stadtsprecherin.

Wenn die gefällten Bäume durch Pflanzungen ersetzt werden oder Neuanpflanzungen anstehen, orientiert sich die Hansestadt zudem an den Vorgaben der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz und deren Leitfaden Stadtgrün. Darin sind Empfehlungen und Vor- und Nachteile von bestimmten Baumarten aufgeführt. Dort werden die Bäume in verschiedenen Kategorien bewertet – wie etwa Bruchgefahr der Äste, die Ansprüche an den Boden oder die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Abgasen. Auch der Klimawandel und die Anpassung der Baumarten an diesen Wandel spielen bei der Bewertung eine Rolle. So wird zum Beispiel die Sommerlinde als nicht geeigneter Straßenbaum geführt, weil sie nicht für das innerstädtische Klima geeignet ist.

Von Lars Lohmann

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