Landwirte arbeiten im Kulturlandschaftsverband Obere Wipperau zusammen

Vorsorge für Klimawandel

Neue Beregnungstechniken sollen Wasser sparen: Dafür kooperieren Landwirte in der Gemeinde Suhlendorf und im angrenzenden Kreis Lüchow-Dannenberg. Archivfoto: Ph. Schulze

dib Uelzen/Landkreis. Die Land- und Forstwirtschaft, der Naturschutz und das Landschaftsbild sind vom Klimawandel betroffen. Um sich diesem Veränderungsprozess anzupassen, wurde ein Kulturlandschaftsverband Obere Wipperau gegründet.

Er gehört zum Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen und hat seinen Sitz in Uelzen.

Der Kulturlandschaftsverband ist nach Angaben des Kreisverbands Vorreiter in Deutschland. Mit Vertretern aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Forschung, Naturschutz und Kommunen soll er Vorschläge erarbeiten, wie die artenreiche Kulturlandschaft die Herausforderungen der Zukunft am besten meistern kann.

Die landwirtschaftlichen Flächen in der Gemeinde Suhlendorf und angrenzende Flächen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg in der Gemarkung Meußließen sollen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengelegt werden, damit neue Beregnungstechniken angewendet werden können, wie beispielsweise die Kreisberegnungen in Güstau. Solche wasser- und energiesparenden Beregnungstechniken erfordern eine bestimmte Schlaggröße, teilt der Kreisverband mit. Nun ist es Aufgabe des Kulturlandschaftsverbandes, Hindernisse an den betroffenen Wegen so zu beheben, dass der Naturschutz gewahrt bleibt, Wege verlegt, Gehölze umgesetzt und Biotope geschützt werden. Große Ackerflächen könnten von Hecken eingerahmt werden oder Spitzen als Ausgleichsflächen dienen. Der Kreisverband und die Landwirtschaftskammer hoffen auf eine freiwillige Reaktion der Landwirte, ohne bürokratischen Aufwand.

Zu den weiteren Aufgaben des neu gegründeten Verbandes gehört es, die Haushalte von Bodenwasser, Bodenluft und naturnahem Grundwasser zu regeln und ökologische Verbindungsflächen für den Naturschutz zu entwickeln. Dafür sollen große Bewirtschaftungsflächen mit entsprechendem Ausgleich für den Naturschutz geschaffen werden.

Viele Landwirte in der Gemeinde Suhlendorf und die Vertreter der Naturschutzverbände hätten sich bereit erklärt, einer solchen Planung für die landwirtschaftliche Nutzung zuzustimmen, wenn auch die naturschutzfachlichen Aspekte berücksichtigt werden. Den Verbandsvorsitz hat Bürgermeister Hans-Heinrich Weichsel aus Suhlendorf übernommen. Zudem gehören Landwirt Lutz Meyer aus Güstau, Wieland Utermark vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) und als Stellvertreter Herbert Rätzmann, Bürgermeister der Samtgemeinde Rosche, Henning Büsch, Landwirt aus Növenthien, und Karl-Heinz Köhler vom Naturschutzbund Deutschland dem Vorstand an. Geschäftsführer ist Ulrich Ostermann vom Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände in Uelzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare