Ein vorsichtiger Minister

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Die wirtschaftliche Entwicklung der Waldmärkerschaft Uelzen verläuft positiv. Doch auf der jüngsten Generalversammlung äußerte sich Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann zurückhaltend über die

Uelzen. Im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder 2011 hielt die Waldmärkerschaft Uelzen jetzt ihre Generalversammlung in der Stadthalle ab. Prominenter Gast war Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU).

Gert Lindemann

Dieser würdigte den Einsatz der Waldmärker und hob die Entwicklung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse als unabdingbare Voraussetzung für eine weiterhin gute Prognose hervor. Zugleich machte Lindemann eher vorsichtige Aussagen zum Thema Nettoförderung durch das Land. Er versprach aber, „weiterhin mit dem Finanzminister hart zu verhandeln“. Uelzens Forstamtsleiter Armin Menge informierte die Versammlung über die Neuorganisation der Forstämter. „In Uelzen bleibt alles, wie es war“, fasste er zusammen. „Holzmarkt ist Weltmarkt“, leitete Menge zu seinem Überblick über ein stabiles Preisniveau über. „Nicht jede Hofeiche gehört in die Submission“, betonte er, „aber lassen Sie uns wissen, wenn Sie noch einen guten Stamm in Ihren Beständen haben.“ Schwieriger gestalte sich die Förderkulisse. Deshalb bat Menge Landwirtschaftminister Lindemann um schnelle Klärung, „damit die vorbereiteten Förderanträge auf den Weg gebracht werden können“.

„Wir lassen den Minister nicht mit leeren Händen nach Hause gehen“, versprach auch Markus Hecker vom geschäftsführenden Vorstand der Waldmärker. Er wolle Lindemann einen Wunschzettel mitgeben, sagte er, bevor er über die positive geschäftliche Entwicklung im Jahr 2010 und des ersten Halbjahres 2011 berichtete. Die Forstwirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, betonte Hecker.

Ein weiterer Redner auf der Generalversammlung war Rudolf Alteheld, neuer Leiter des Geschäftsbereiches Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. „Interessante Jahre kommen auf uns zu“, sagte er. „Wir müssen weiter denken, als wir heute sehen können, und die Politik ebenso weitsichtig lenken.“

Von Angelika Jansen

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