Schloss ist noch nicht verkauft – es bleibt aber beim Aus für Event

Vorerst kein „Rock im Rothen“

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Rock und Pop aus den 80er und 90er Jahren präsentierten noch im vergangenen Jahr die Musiker von „Showdown-Life“ im Holdenstedter Schloss-Park. 

Uelzen-Holdenstedt – Stets, wenn die Sommerferien zu Ende gegangen waren, wurde im Holdenstedter Schlosspark die Bühne aufgebaut. Fast 20 Jahre traten im Uelzener Ortsteil Bands bei „Rock im Rothen“ auf.

Für das vergangene Jahr kündigte der Bürgerverein „Pro Holdenstedt“ als Ausrichter dann vor dem Hintergrund des anstehenden Schlossverkaufs eine letzte Auflage an, bei der noch einmal Mitte August gefeiert wurde. Gewechselt hat das Schloss den Eigentümer bis heute nicht, es ist weiter in Besitz der Stadt Uelzen – ein „Rock im Rothen“ wird es 2019 aber dennoch nicht geben.

Herwig Maaß von „Pro Holdenstedt“ erklärt auf Nachfrage, dass sich ein solches Event nicht im Eilverfahren organisieren lasse. Um die gewünschten Bands zu bekommen, müssten diese Monate im Voraus gebucht werden.

„Wir hätten Ende 2018 bereits Verträge schließen müssen“, so Maaß. Zu einer Zeit, in der es hieß, dass man sich mit dem potenziellen Käufer in wesentlichen Punkten einig sei. Im Januar hatte Bürgermeister Jürgen Markwardt gesagt, dass man in Kürze der Stadtpolitik einen Kaufvertrag vorlegen könne. Als Veranstalter müsse man sich auf Aussagen verlassen, sagt Maaß. Auf Verdacht Verträge mit Bands schließen, weil der Verkauf sich verschieben könnte, das gehe nicht. „Für den Abend haben wir 4.000 bis 5.000 Euro an Ausgaben.“

Ein Verkaufsvertrag zum Schloss soll der Politik nun nach der Sommerpause vorgelegt werden. Mit dem potenziellen Käufer des Schlosses, ein Hamburger Unternehmen aus der Pflegebranche, wird seit nunmehr eineinhalb Jahren verhandelt.

Im Ort gebe es ein Bedauern, dass die Veranstaltung nicht stattfinde, sagt Maaß. Ob es in den nächsten Jahren eine Neuauflage von „Rock im Rothen“ geben werde, stünde noch nicht fest. Das hängt von den Umständen ab. Wie berichtet, hat der potenzielle Käufer angekündigt, Gebäude mit Wohnplätzen für Senioren bauen zu wollen. Würden sie bewohnt, sei es schwer vorstellbar, dass ein solches Musikevent im Schloss-Park akzeptieren werde, meint Maaß. Auch während der Bauarbeiten sei eine solche Veranstaltung nicht möglich.

VON NORMAN REUTER

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