Marktcenter: Hochbau startet erst im nächsten Jahr / Fertigstellung für Mai 2015 geplant

Vorerst nur Bodenarbeiten

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Die ersten Arbeiten sind abgeschlossen. Durch Benzin verunreinigtes Erdreich wurde auf dem Baufeld abgetragen. Ab der kommenden Woche sollen Regenwasserkanäle verlegt werden. Hochbauarbeiten wird es 2013 aber nicht mehr geben.

nre Uelzen. Das Baufeld für das Marktcenter in Uelzen wurde in den vergangenen Wochen von Altlasten befreit. Ab kommender Woche werden Schmutz- und Regenwasserkanäle verlegt, wie Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull gestern im Rahmen eines Pressegesprächs erklärte.

Ein Start der Hochbauarbeiten werde in diesem Jahr jedoch nicht mehr erfolgen, sagte er. Und: „Auch der gepflasterte Teil des Geländes bleibt noch unberührt.“

Der Grund: Sollte die Media-Saturn-Gruppe einen Mietvertrag mit dem Investor, der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB), über eine Elektronikmarktfläche im Marktcenter kündigen, könnte für Alternativmieter eine Umplanung nötig werden. Noch hat Media-Saturn den Vertrag zwar nicht gekündigt. Er betrifft jedoch eine Fläche, die es in dieser Form gar nicht geben wird, weil durch eine von der HBB angeführte Kostenexplosion der Baustoffe eine Umplanung des Projekts nötig geworden sei und die Verkaufsflächen im Center verringert wurden.

Ein neuer Mietvertrag wurde von Media-Saturn nicht unterschrieben, sodass das bisherige Vertragsverhältnis gilt – wenngleich Media-Saturn gegenüber der AZ ankündigte, keinen Media-Markt in Uelzen mehr eröffnen zu wollen. Ohne eine Kündigung des Mietverhältnisses, kann die HBB – das erläuterte der Investor schon im Sommer – keinen Vertrag mit einem neuen Mieter unterzeichnen. Somit müssten erst klare Verhältnisse herrschen, meinte gestern dazu Karsten Scheele-Krogull.

Komme es zu einem neuen Mietverhältnis, könnten bauliche Überplanungen nötig werden, die „statische Fragen betreffen“. Gesetzt sei zwar der Aufbau des Gebäudes und auch die Verkaufsfläche für einen Elektronikmarkt mit 2000 Quadratmetern, aber womöglich könnten sich noch kleine Änderungen ergeben. „Beispielsweise könnte die Rolltreppe versetzt werden“, sagte Scheele-Krogull. Um solche Planungen in Rücksprache mit dem Bauunternehmen zu Papier zu bringen, bräuchte die Stadt sechs bis acht Wochen, sodass in jedem Fall nicht mehr mit einem Hochbau in diesem Jahr gerechnet werden könne. Die Fertigstellung des 15 Millionen Euro teuren Projektes soll im Mai 2015 erfolgen, berichtete der Stadtbaurat gestern.

Von Norman Reuter

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