SoVD zeichnet behindertenfreundliche Grundschulen aus

Vorbilder bei Barrierefreiheit

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Nicht nur um Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer, geht es in der SoVD-Checkliste. Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung benötigen zum Beispiel ein Leitsystem.

Uelzen – Vom behindertengerechten Parkplatz bis zum stufenlos erreichbaren Klassenzimmer: Der Sozialverband Deutschland (SoVD) im Landkreis Uelzen sucht Grundschulen, die als gute Beispiele im Bereich Barrierefreiheit vorangehen.

Dazu verschickte der Verband eine Checkliste zur Selbstauskunft an die Grundschulen im Kreisgebiet. Einrichtungen, die alle Kriterien erfüllen, sollen im Mai im Rahmen einer landesweiten Aktion ausgezeichnet werden.

„Bei dieser Überprüfung geht es uns nicht darum, Schulen an den Pranger zu stellen“, betont der SoVD-Kreisverbandsvorsitzende Benjamin Gießel. Ganz im Gegenteil wolle man Schulen, die bereits Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt haben, unterstützen und als gute Beispiele öffentlich nennen. „Denn gerade für die schulische Inklusion ist die Barrierefreiheit eine wichtige Voraussetzung.“

Die SoVD-Checkliste berücksichtigt die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern genauso wie etwa die von Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung. Daher wird nicht nur nach Rampen und Aufzügen gefragt, sondern zum Beispiel auch nach einem tastbaren Leitsystem, kontrastreichen Schildern mit gut lesbarer Schrift und einem Pausensignal, das sowohl akustisch als auch visuell wahrnehmbar ist.

„Mit unserer Auszeichnung ‚Ein gutes Beispiel für Barrierefreiheit‘ können die Schulen gegenüber Schülern und Eltern ihre Offenheit und Bestrebungen in Richtung Barrierefreiheit signalisieren“, so Gießel weiter.

Die offizielle Preisverleihung soll am 6. Mai landesweit in allen ausgewählten Grundschulen stattfinden – anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

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