Vor- und Nachteil: Gewohnte Situation

Fußgänger an den Seiten, die Autos in der Mitte – so präsentieren sich heute Uelzens Marktstraßen. Foto: Mahler

mr Uelzen. Ende April will die vom Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe Innenstadt öffentlich über die verschiedenen Varianten für die künftige Gestaltung der Marktstraßen – Veerßer, Lüneburger und Gudesstraße – diskutieren. Das Hannoveraner Architekturbüro Sass hat im Auftrag der Stadt Vor- und Nachteile von sieben Varianten aufgeführt. Die AZ stellt sie in den nächsten Tagen vor.Heute: "Alles bleibt, wie es ist" – Fußgängerzone an Markttagen, sonst Durchgangsstraßen mit Zweirichtungsverkehr.

Pro-Argumente:• Gestalterisch und technisch ist der Straßenausbau in Ordnung• Anwohnerparken• Keine Kosten für bauliche Maßnahmen• Lieferverkehr unproblematisch (mit Ausnahmen)• Kein Stellplatzverlust• Parken vor jedem Geschäft ist theoretisch möglich• Ruhezonen / Cafe-Nutzungen direkt am fließenden Verkehr• Gewohnte Situation bleibt bestehen

Contra-Argumente:• Gewöhnungs- und Abnutzungseffekt nimmt zu, die Attraktivität des Einkaufsstandortes nimmt ab.• Impulse fehlen, die bestehenden Problemfelder wachsen• Je nach Wochentag verschiedene Regelungen (Funktionalität und Gestaltung passen nicht für beides)• Durchgangsverkehr in der vorhandenen Größenordnung (2500 – 4500 Kfz/Tag) nicht weiter hinnehmbar• Verhältnis Kfz-Verkehr/Fußgänger deutlich zugunsten der Kfz, Dominanz des Kfz-Verkehrs• Aufenthaltszonen auf Nebenanlagen beschränkt• Straßenquerung zum Teil problematisch, insbesondere für ältere und behinderte Mitbürger• Gewohnte Situation bleibt bestehen• Straßenraum verleitet zu mehr als 30 km/h• Ruhezonen und Cafe-Nutzungen direkt am fließenden Verkehr

Allgemein weisen die Stadtplaner darauf hin, dass die derzeitige Situation im Zuge der Stadtsanierung als vorteilhafteste Lösung für die Marktstraßen bewertet wurde. Trotz öffentlicher Investitionen und Förderangebote seien private Maßnahmen im Rahmen der städtebaulichen Sanierung zum Teil defizitär geblieben. Investitionen im öffentlichen Raum bieten keine Gewähr für eine Aufwertung der begleitenden Bausubstanz – zur Steigerung der Attraktivität einer Geschäfts- und Einkaufsstraße sind auch private Investitionen unabdingbar.

Alle Varianten sind im Foyer des Rathauses zu sehen. Sie stehen auch auf az-online.de. Diskutieren Sie mit: Auf den Tafeln im Rathaus oder schreiben Sie an die AZ-Redaktion, Gr. Liederner Str. 45, 29525 Uelzen, Fax (05 81) 808 91 290, Mail: redaktion.az@cbeckers.de. Oder direkt auf

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare