Voller Energie: der AKKU

Bei den Jam Sessions im Café Mephisto trifft sich Uelzens jüngere Kulturszene. Diese Abende und weitere Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands organisiert der Verein „AKKU“. Foto: Kamin

Uelzen. Für Uelzens junge Kulturszene gibt es eine neue Stelle, an der alle Fäden zusammenlaufen. Der „Aktionskreis Kunst und Kultur Uelzen“ (AKKU) wurde Anfang des Jahres neu gegründet. Zu dem Verein gehören Musiker, Theater- und Kleinkunstschaffende, Poetry Slammer, bildende Künstler und Autoren.

Seit Mai ist AKKU als gemeinnütziger Verein im Vereinsregister eingetragen. Aber richtig offiziell wird es erst am Sonnabend, 20. August: Dann startet das Team ein Fest auf der Achterstraße, an dem sich auch die dort ansässigen Geschäfte beteiligen. Der Verein will bei dem Anlass sein Programm präsentieren.

21 Mitglieder aus dem recht breiten künstlerischen Spektrum zählt der Verein bereits, der designierte Vorsitzende ist Olaf Hirsch. „Es geht um Kultur für die jüngere Generation“, erklärt Hirsch, „es ist ein anderes Angebot als das, das es bislang gibt.“ In Uelzen und Umgebung gebe es eine große Szene für künstlerisch Aktive, die sich nun mit Hilfe von AKKU der Stadt präsentieren können. „Uelzens bestehendes Kultur-Angebot zu erweitern, das ist unser Ziel“, sagt Hirsch, der auch den Aktionkreis mit gegründet hat.

Regelmäßig donnerstags um 19.30 Uhr treffen sich die Mitglieder von AKKU im Café Mephisto. Die ersten Monate nutzten sie, um festzulegen, wie die Vereinsziele erreicht werden können. So planen sie nun Events mit Musik oder bildender und darstellender Kunst an verschiedenen Orten, Auftrittsmöglichkeiten für junge Bands, Lesungen, Poetry Slams, Jam-Sessions, Performances, Workshops und Weiterbildungen. Der Verein existiert bislang von den ersten Mitgliedsbeiträgen und Sponsorings, die einige Firmen und Institutionen aus dem Kreis bereits geleistet haben.

Die AKKU-Idee ist nicht ganz neu, einen Verein mit diesem Namen hat es in den 90er Jahren in Uelzen schon gegeben. Der Verein veranstaltete diverse Konzerte im damaligen „Exil“ in Bad Bodenteich – mit Bands wie NOFX, Abwärts, Helmut Hattler & Jo Kraus, Blurt und The Offspring – und für Uelzener Verhältnisse große Festivals am Oldenstädter See. Dreimal fand dort das „Festival Total“ mit internationalen und regionalen Acts statt, bis zu 800 Zuschauer waren bei den Konzerten jeweils dabei. Außerdem gab es unter anderem diverse Workshops und AKKU-Energizer Partys. An diese Vergangenheit will der „neue“ AKKU anknüpfen, kündigt Olaf Hirsch an.

Von Diane Baatani

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