Massive Verspätungen im Bahnverkehr

Stromausfall im Metronom-Werk: Vogel sorgt für Bahn-Chaos

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Metronom-Züge konnten am Morgen wegen eines Stromausfalls nicht mehr selbstständig das Betriebswerk verlassen.

Uelzen. Kleine Ursache, große Wirkung: Ein Vogel auf einer Oberleitung hat gestern früh für massive Verspätungen im Bahnverkehr des Metronom gesorgt. Metronom-Züge starteten bis zu 149 Minuten später. Gegen Mittag fuhren die ersten Züge wieder nach Plan.

Das Uelzener Eisenbahnunternehmen befördert täglich rund 100 000 Fahrgäste, Sprecher Björn Pamperin sagte, dass wohl bis zu 20 000 Menschen von den Zugverspätungen betroffen waren. Morgens nutzen vor allem Bahnpendler die Verbindungen des Metronom, um zur Arbeit zu kommen.

Bei Aufnahme des Bahnbetriebs gegen 5 Uhr hatte sich nach ersten Erkenntnissen ein Vogel auf eine Oberleitung im Betriebswerk des Metronom am Dannenberg Bahnbogen gesetzt. Als ein Zug mit Stromabnehmer losfuhr, führte das zu einem Kurzschluss im Betriebswerk. Züge konnten wegen des Stromausfalls nicht mehr selbstständig aus dem Werk herausfahren. Das Unternehmen setzte eine Diesellok ein, um die Züge herauszuschleppen – diese Maßnahme kostete allerdings viel Zeit.

Noch am Vormittag reparierten Kräfte von DB-Netz und Mitarbeiter des Betriebswerkes den Schaden, der Bahnverkehr pendelte sich zur Mittagszeit wieder ein. Von Zugverspätungen betroffen waren die Metronom-Strecken Uelzen-Hamburg, Uelzen-Hannover-Göttingen sowie Hamburg-Rotenburg-Bremen. Nicht betroffen war die Strecke Hamburg-Cuxhaven, hier fährt der Metronom mit Dieselzügen.

Wer erst deutlich verspätet einen Zug nutzen konnte, kann Rückerstattungen geltend machen. Was der Stromausfall finanziell für Metronom bedeutet, ist zunächst noch unklar.

Von Norman Reuter

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