Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen

Virus als Gefahr für Hunde im Kreis Uelzen nachgewiesen

Bei zwei Wildschweinen im Landkreis wurde nun der Aujeszkysche Virus entdeckt.
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Bei zwei Wildschweinen im Landkreis wurde nun der Aujeszkysche Virus entdeckt.

Uelzen/Landkreis – Erneut sind im Landkreis Uelzen Wildschweine positiv auf Antikörper der Aujeszkyschen Krankheit getestet worden. Im Juni und Juli gab es jeweils einen Fall in Wriedel und Suderburg, so Kreistierarzt Dr. Jörg Pfeiffer.

Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, das Vorkommen der Erkrankung stellt allerdings eine Bedrohung für Hausschweine und Haustiere dar.

Bei Hunden, Katzen und Wiederkäuern endet eine Infektion grundsätzlich tödlich. Es gibt keine Impfmöglichkeit. Die Ansteckung erfolgt in der Regel über die Aufnahme von rohem Fleisch oder von Innereien infizierter Wildschweine oder auch durch den Kontakt mit infizierten Schweinen beziehungsweise deren Exkrementen und Sekreten. Deshalb sollte der Kontakt zu Wildschweinen vermieden und kein rohes Wildschweinfleisch an Hunde oder Katzen verfüttert werden. „Auch mit dem Schweiß von Wildschweinen sollte kein Hund in Kontakt kommen“, erklärt Uelzens Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge, wobei „Schweiß“ in der Jägersprache für Blut steht. Tückisch sei, dass man befallenen Wildschweinen den Virus nicht ansehe.

Laut Kreislandwirt Thorsten Riggert gelten für Jäger und Schweinehalter „höchste Hygienestandards“. Besonders wild lebende Katzen seien gefährdet, sich den Virus einzufangen. Riggert: „Unsere Landwirte sind in Sorge.“

Im Landkreis Uelzen wurde die Infektion zum ersten Mal Ende 2016 nachgewiesen. 2018 wurden acht Fälle bekannt im Landkreis. Bei der Krankheit handelt es sich bei Hausschweinen um eine anzeigepflichtige Tierseuche.

VON TIMO HÖLSCHER

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