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Viele Schüler im Kreis tragen weiterhin Mund-Nasen-Schutz

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Von: Theresa Brand

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Schüler tragen Masken im Unterricht
Viele Schüler tragen trotz der neuen Gesetzeslage weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz in den Klassenräumen. Auch das eigenständige Testen ist auf freiwilliger Basis drei Mal pro Woche möglich. © DPA

 In den Schulen gibt es keine Masken- und Testpflicht mehr. Zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird aber trotzdem geraten, auch regelmäßige Schnelltests sollten weiter durchgeführt werden. Viele Schüler im Kreis halten sich an diese Empfehlungen.

Uelzen - Lange gehörten Masken und regelmäßige Corona-Tests zum Schulalltag. Durch das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes gilt bereits seit Anfang April keine Maskenpflicht mehr, seit dieser Woche entfällt auch die Testpflicht an allen Schulen. Aber nicht alle Schüler und Lehrer kehren sofort zur alten Normalität zurück. Die Schulleiterin der Oberschule Ebstorf, Heike Matthies, berichtet, dass ein großer Teil der Schüler in den Innenräumen weiterhin Masken trage. „Das gibt ein ganz gutes Gefühl“, findet sie. Sie habe den Eindruck, dass die meisten nach wie vor eher vorsichtig bleiben. Einige Eltern hätten sich im Vorfeld besorgt gezeigt, da laut neuer Gesetzeslage nun keine Befreiung vom Präsenzunterricht mehr möglich sei. Dies gelte auch bei Schülern mit Vorerkrankungen oder Risikopatienten in der Familie. Doch besonders nach den Ferien hätten sich viele an die vorher geltenden Regeln gehalten.

Ähnliches berichtet auch Daniel Fleischer, der neue Schulleiter des Lessing-Gymnasiums Uelzen. Hier würde etwa die Hälfte der Schüler weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz in den Räumen tragen. Bei den Lehrern sei die Situation vergleichbar, auch hier gäbe es viele unaufgeforderte Maskenträger.

Eine bestimmte Altersgruppe oder eine Aufteilung durch die Klassenverbände sei an keiner der Schulen zu erkennen. „Das ist eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung“, erklärt Daniel Fleischer. Die Entscheidung jedes Einzelnen werde von den anderen toleriert, es komme nicht zu Ausgrenzung oder Anfeindungen untereinander. Das bestätigt auch Heike Matthies: Die Mitschüler respektierten die unterschiedlichen Entscheidungen. Auch im Lehrerkollegium gebe es keine Unstimmigkeiten.

An allen Schulen ist das Tragen einer Maske komplett freiwillig, ebenso die Testung zu Hause. Jeder erhält weiterhin drei Schnelltests pro Woche, ein Nachweis wird aber nicht mehr verlangt.

Seit Beginn der Pandemie sei die Lage in beiden Schulen zwar angespannt, doch es kam weder zu Massenausbrüchen bei den Schülern noch unter den Lehrkräften. Laut Heike Matthies habe es immer wieder Corona-Infektionen gegeben, doch diese seien „gleichmäßig verteilt“ gewesen. Kompletten Unterrichtsausfall aufgrund pandemiebedingten Lehrermangels habe es nicht gegeben, nur gelegentlich hätte in den letzten beiden Stunden kein Unterricht stattgefunden. „Es war kräftezehrend, aber wir konnten Krankheitsausfälle immer kompensieren.“ So beschreibt es die Schulleiterin und blickt daher optimistisch in die Zukunft.

Auch Daniel Fleischer nennt die Situation bewältigbar. Es gebe zwar Ausbrüche, er hoffe aber, dass sich dies weiter im Rahmen halte.

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