Zu viele Eier...

. . . hat der Uhlenköper wohl die vergangenen Tage gegessen. Das schmerzende Bäuchlein sich reibend saß er so Sonntagabend vorm Fernseher und trank Kamillentee. Es ist ein jährlich wiederkehrendes Problem. Zu Ostern schießt der Verzehr von Eiern in ungeahnte Höhen.

Nicht zuletzt hat die Mama vom Uhlenköper daran schuld, auch wenn sie es ja gut meint. Damit der „Junge“ nicht verhungert, gab sie ihm nach den Oster-Feiertagen noch zwei große Schachteln Eier mit. 450 Kilometer Zugfahrt und einen Anstieg von drei Stockwerken überstanden sie heil, bis sie auf den Weg in den Magen einen Zwischenstopp im Kühlschrank einlegten. Was macht man mit so vielen Eiern?, fragte sich der Uhlenköper. Kreativität war gefragt. So bereitete er sich in den vergangenen Tagen Rührei mit und ohne Speck, Pfannkuchen, Omeletts und Spiegeleier zu. In der Suppe landetete der Eierstich. Und für den Schluss hob er sich noch Eier für Frankfurter Grüne Soße auf. Jene leckere, aber sättigende Speise mit allerlei Kräutern. Auf dem Wochenmarkt kaufte er Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Sauerampfer, Dill, Kresse, Estragon, Liebstöckel und Zitronenmelisse für das Mahl, das er mit reichlich Salzkartoffeln und Eiern verputzte. Den letzten Löffel – für Mama – schluckend, dachte er: Nie wieder Eier! Das wird er sich nächstes Jahr wieder sagen, der Uhlenköper.

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