Uelzen plant Gewerbeflächen auf über 400 Hektar und erwartet große Nachfrage

Viel Platz für neue Firmen

Uelzen. „Der Hafen boomt. “ „Uelzen hat den am stärksten frequentierten Hafen am Elbe-Seitenkanal. “ „Wir kommen die Kapazitätsgrenze von 500 000 Tonnen Umschlag.“

Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull fand jetzt klare Worte um den Bedarf zusätzlicher Gewerbeflächen zu skizzieren. „Bis auf den letzten Meter“, so Scheele-Krogull außerdem, hätten die Gewerbetreibenden die Hafenkante zugebaut.

Hier plant die Stadt Gewerbeflächen: Sieben Hektar im Bereich Uelzen Nord, Störtenbütteler Weg, 107 Hektar im Bereich Hafen-Ost, 300 Hektar an der A 39 bei Riestedt und Hanstedt II.

Im Verwaltungsausschuss sei deswegen jetzt beschlossen worden, gegenüber, auf der östlichen Seite des Kanals, 107 Hektar für das Gewerbegebiet Hafen-Ost im Flächennutzungsplan auszuweisen. Der „trimodale Anschluss“ – Schiene, Straße, Wasser – des Gewerbegietes sei auch auf dieser Seite gegeben, das Gebiet somit attraktiv. Zusätzliche Impulse werde die neue Schleuse in Scharnebeck ab 2025 geben. Vorstöße aus Molzen und Riestedt, aufgrund der Belastung für die Orte ein kleineres Gebiet auszuweisen, wurden vorerst nicht berücksichtigt. Nächste Schritte, so Scheele-Krogull, seien Schall- und Verkehrsgutachten, ab Herbst 2018 könne in dem Gebiet abschnittsweise die Bebauungsplanung angegangen werden, ab 2021 die Erschließung beginnen. Gewerbe könne sich hier ab 2023 ansiedeln.

Das Gebiet „Hafen-Ost“ ist nicht der einzige Ansatz, um in Uelzen mehr Fläche für Firmen zu schaffen. Insbesondere der Bau der Autobahnstrecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg soll Uelzen wirtschaftlichen Aufschwung bringen. 300 Hektar weitere Gewerbefläche seien angedacht, so Scheele-Krogull. Bis diese konkret geplant würden, werde aber noch Zeit ins Land gehen, da zunächst das Planfeststellungsverfahren zum Bau der A 39 abgeschlossen sein müsse. Grundsätzlich seien Flächen südlich von Riestedt und südwestlich von Hanstedt II beabsichtigt, so der Stadtbaurat. Den genauen Verlauf der Autobahn müsse man aber abwarten. „Vor 2030 werden wir keine Flächen an der A 39 ausweisen“, so Scheele-Krogull.

Die derzeitigen Gewerbeflächen reichen bis 2023. Kurzfristig entstehen soll ein Gewerbegebiet nördlich des Störtenbütteller Weges. Dort könnte sich Gewerbe bereits 2019 ansiedeln. Der Stadtbaurat geht davon aus, dass auch diese Fläche begehrt sein wird. Sie liege, ähnlich wie auf der anderen Seite der B 4 das Gewerbegebiet an der Ludwig-Erhard-Straße, sehr verkehrsgünstig – und dort werde derzeitig „kräftig gebaut“. Und erste Interessenten gibt es bereits, so Karsten Scheele-Krogull.

Von Steffen Kahl

Rubriklistenbild: © Uelzen

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