Instandsetzung dauert länger

Verzögerung bei Arbeiten am Schiffshebewerk in Lüneburg

Die Arbeiten am Westtrog des Schiffshebewerks Scharnebeck verzögern sich. 
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Die Arbeiten am Westtrog des Schiffshebewerks Scharnebeck verzögern sich. 

Scharnebeck/Uelzen – Der Westtrog des Schiffshebewerks Lüneburg wird im Rahmen einer Grundinstandsetzung ertüchtigt. Wie sich nun herausstellte, werden sich die Arbeiten verzögern.

Es war geplant, den Westtrog von Mai 2018 bis Juni 2020 für die Schifffahrt zu sperren. Der Verkehr fließt in diesem Zeitraum über den Osttrog des Schiffshebewerks. Aufgrund des erheblich höheren Umfangs der Betonschäden ist der Zeitplan zur Fertigstellung der Arbeiten bis Juni 2020 allerdings nicht mehr zu halten. „Das tatsächliche Ausmaß der Betonschädigung tritt erst zu Tage, wenn man die Strahlarbeiten zum Betonabtrag durchführt“, erläutert Martin Köther, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Uelzen (WSA). Bereits eingeleitete Beschleunigungsmaßnahmen durch Ausweitung der Kapazitäten zeigten zwar Wirkung, sie könnten jedoch die notwendige Verlängerung der Instandsetzungsmaßnahmen nicht vollständig kompensieren. Aktuell geht das WSA davon aus, dass der Westtrog Ende März 2021 wieder in Betrieb genommen werden kann.

Das Schiffshebewerk ermöglicht der Schifffahrt, einen Höhenunterschied des Elbe-Seitenkanals Richtung Elbe von 38 Metern wie in einem großen Fahrstuhl zu überwinden. Das 1976 in Betrieb genommene Bauwerk wird derzeit einer umfassenden Grundinstandsetzung unterzogen. Der Bund investiert hier insgesamt mehr als 70 Millionen Euro.

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