LBU: Strecke Ashausen-Unterlüß soll vom Tisch sein

Verwirrung um Y-Trassen-Varianten

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Die Trassenpläne der Bahn stoßen auf Protest.

nre Hannover/Uelzen. Trassengegner sprechen von einem Teilerfolg, die Bahn hingegen dementiert jeglichen Kurswechsel: Aussagen von Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Region Nord, zu den erarbeiteten Varianten der Y-Trasse haben gestern für Verwirrung gesorgt.

Auf Einladung des Verkehrsclubs Deutschland, so viel steht fest, hatte Bischoping die Varianten in Hannover vorgestellt. Dabei soll der Konzernbevollmächtigte laut Eckehard Niemann, Regionalvertreter des Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU), von einer Streichung der Variante mit einer Neubaustrecke zwischen Ashausen und Unterlüß gesprochen haben.

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Der Referent, so Niemann, habe die Streichung damit begründet, dass eine parallele Trasse Ashausen-Suderburg bei geringeren Kosten ähnliche Verkehrseffekte bringen könnte. Deshalb wolle man nicht an zwei Trassen einen großen Widerstand in Kauf nehmen, zitiert er Bischoping weiter.

Bahnsprecher Armin Skierlo erklärte gestern auf AZ-Anfrage, dass Bischoping lediglich wegen der Kürze des Vortrages – 45 Minuten waren dafür vorgesehen – nicht im Detail auf die Trasse Ashausen-Unterlüß eingegangen sei, weil sie ähnlich projektiert sei wie die Trasse Ashausen-Suderburg. Es bleibe bei der bisherigen Anzahl der Varianten und auch bei dem Verfahren mit dem Bürgerdialog, so Skierlo. Über eine Vorzugsvariante entscheide dann der Bund und nicht die Bahn.

Von Norman Reuter

Die Bilder: Demonstration gegen Y-Trasse

Demonstration gegen Y-Trasse

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