Infotag bei Berufsbildenden Schulen / Über 1000 Besucher

Mit Vertrauen in die Bildung

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Beim Stand der Baufachschule Zimmerer zeigte Berufsfachschüler Jan-Philipp Schulze sein Können.

Uelzen. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) I und II haben am Sonnabend gemeinsam ihr Leistungsspektrum vorgestellt. Zum „Frühling schnuppern“ kamen mehr als 1000 Besucher in die Wilhelm-Seedorf-Straße.

Insbesondere künftige Absolventen der allgemeinbildenden Schulen waren die Zielgruppe der Informationsveranstaltung.

BBS-I-Schulleiter Stefan Nowatschin rät den Eltern grundsätzlich, mit Blick auf den Werdegang ihrer Kinder „nicht nervös“ zu werden – und auch „auf die Fähigkeiten und die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu vertrauen“.

Und tatsächlich: Bereits am frühen Vormittag war die Veranstaltung gut besucht. An zahlreichen Info-Ständen standen Schüler und Lehrer beider Berufsschulen für Beratungsgespräche bereit, außerdem gab es Führungen in BBS I und II sowie Informationsveranstaltungen – etwa zur einjährigen Berufsfachschule, zu den Fachoberschulen oder zum Beruflichen Gymnasium. Rund 2000 Schüler hat die BBS I derzeit. Gut 1000 die BBS II.

Ob Erzieher, Holz- oder Bautechnik, ob Raumgestaltung, Altenpflege, Hauswirtschaft oder Fahrzeugtechnik, Gartenbau und Floristik – die Berufsschulen zeigten Wege zum Wunschberuf auf. Mit „neutraler Beratung“, wie der BBS-I-Öffentlichkeitsbeauftragte Ansgar Büsse unterstrich. Er stellte fest: „Viele kommen mit ihren Großeltern.“ Und weiter: „Handwerksberufe sind überhaupt nicht unmodern. Es ist heute das Bestreben der jungen Leute, anerkannte berufliche Abschlüsse zu erlangen.“

Auch Trends lassen sich bisweilen ablesen. „Ein echter Renner ist der Bereich Forst“, sagte dazu Schulleiter Andreas Grunert für die BBS II. Und im Pflegebereich verzeichne man ansteigende Zahlen.

An der BBS I zählt auch ein „ganzheitliches Orientierungssystem“, so Schulleiter Nowatschin, für Oberschüler zum Angebot: Mit fünf Oberschulen hat die BBS I ein Modell verabredet, zu dem neben dem Schulbesuch an der allgemeinbildenden Schule für ein Jahr auch das Hineinschnuppern in verschiedene Fachbereiche auf der BBS I zählt, bevor man sich etwa zu einer Lehre entschließt.

Nowatschin war am Sonnabend gespannt auf die Anmeldezahlen für das Berufliche Gymnasium. Nach dem 20. Februar kennt er den Trend. Dann endet die offizielle Anmeldefrist für die Angebote der BBS.

Von Christian Holzgreve

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