Verträge erst im Frühjahr

Einkaufszentrum statt Parkplätze: Die nächsten Schritte zur Bebauung am ehemaligen Wochenmarktareal stehen bevor.

Uelzen - Von Marc Rath. In diesen Tagen startet die zweite Zielrunde im Rahmen der europaweiten Ausschreibung für den Bau eines Einkaufszentrums am Veerßer Tor. Die vier noch im Rennen befindlichen Investoren hatten bis vorigen Freitag Zeit, ihre Angebote nachzubessern, nachdem sie vor der Sommerpause ihre Pläne für die Bebauung am ehemaligen Marktplatz und die künftige Nutzung des Tep&Tap-Geländes an der Schuhstraße präsentiert hatten.

„Alle haben ihre Angebote eingereicht“, berichtet Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Die Stadtplaner im Uelzener Rathaus werten diese jetzt in dieser Woche zusammen mit der für die Abwicklung des Verfahrens beauftragte Hannoveraner bbt+ Rechts- und Steuerkanzlei aus.

Nach der ersten streng vertraulichen Vorstellung im Juni vor der Kommunalpolitik sprach Bürgermeister Otto Lukat (SPD) von „deutlich mehr als nur einer Lösung, die unseren Erwartungen mehr als entspricht“. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl warf indes ein, dass „über einiges noch gesprochen werden“ müsse.

In der nächsten Woche ist eine weitere Runde mit jedem der Investoren geplant, kündigt Scheele-Krogull an. Danach sollen diese noch einmal drei Wochen für eventuelle Nachbesserungen an ihrem Aufgabenkatalog bekommen. Vorgesehen ist am ehemaligen Marktplatzareal ein großes Elektronikkaufhaus und ein Warenhaus, während die Stadt in dem Quartier an der Schuhstraße kleinteilige Geschäfte vorgeschrieben hat.

Die nächste Runde mit den zuständigen Ratsgremien bei diesem streng nichtöffentlichen Verfahren visiert der Baudezernent für Ende September an: „Dann entscheidet die Politik, mit wem konkret verhandelt wird.“

Ursprünglich sollten bis zum Jahresende dann die Verträge für die Millionen-Investition unter Dach und Fach sein. Der Baudezernent kündigt jetzt jedoch eine neue Marschroute an: Bevor es zum Verkauf der Grundstücke kommt, sollen erst sämtliche Bauanträge bearbeitet und Genehmigungen eingeholt werden. „Das bietet für beide Seiten eine Sicherheit“, betont Scheele-Krogull: „Das Vorhaben wird dann auch genauso umgesetzt, wie es ausverhandelt worden ist.“

Eine millionenschwere Einnahme wird daher in diesem Jahr nicht mehr in den städtischen Haushalt fließen können: Im Rathaus rechnet man jetzt laut Scheele-Krogull „nicht vor April oder Mai“ mit einem Vertragsabschluss für den Grundstücksverkauf.

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