Verspätung auch beim Verkauf

+
Wer Tickets kaufen will, muss die Automaten der Bahn nutzen – die blau-gelben des Metronom funktionieren nicht.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Die Einführung eines eigenen Vertriebssystems wird für die Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom allmählich zum Fiasko: Auch fünf Wochen nach dem offiziellen Start mit eigenen Fahrkarten sind die Tickets auf den Bahnhöfen noch nicht zu bekommen – bislang funktioniert kein einziger Automat auf den Stationen zwischen Bremen, Hamburg, Uelzen und Göttingen.

Es gebe einen „witterungsbedingten Verzug“ bei der Aufstellung und Inbetriebnahme der Automaten, räumt Metronom-Sprecherin Hannah Kohn auf Nachfrage der AZ ein. Eigentlich will Metronom auf allen Bahnhöfen, den die blaugelben Doppelstockwagen ansteuern, eigene Tickets verkaufen, um so die Provisionen einzusparen, die die Deutsche Bahn bei einem Fahrkartenverkauf kassiert. Mittlerweile aber kann Metronom heilfroh sein, dass der „große Konkurrent“ seine Ankündigung noch nicht umgesetzt hat, auf kleineren Bahnhöfen wie Bienenbüttel und Suderburg die Bahn-Automaten konmplett abzubauen – denn dann könnten Fahrgäste dort überhaupt keine Fahrkarten mehr kaufen.

In größeren Stationen wie Uelzen und Bad Bevensen können Kunden dagegen verschmerzen, dass die blau-gelben Automaten nicht funktionieren. Denn mit allen Bahn-Tickets darf man auch den Metronom benutzen – umgekehrt wird das allerdings bei einigen Angeboten, die der Metronom künftig anbieten will, nicht der Fall sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare