Altes Rathaus: Verputzer lassen die Stadt hängen

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Die Fassade des Alten Rathauses in Uelzen ist noch unberührt: Das Unternehmen, das die Außenmauern verputzen soll, rührt sich nicht. Das Gebäudemanagement hat jetzt den Vertrag gekündigt und sucht nach einer schnellstmöglichen Alternative.

Uelzen. Die Fertigstellung der Arbeiten am Alten Rathaus in Uelzen werden sich voraussichtlich um etwa vier Wochen verzögern. Das teilt das Gebäudemanagement der Stadt gestern mit. Hintergrund sind Versäumnisse des Unternehmens, das den Putz des Gebäudes herstellen sollte.

„Die mit dem Verputzen der Außenfassade beauftragte Firma hat trotz mehrfacher Fristsetzung die Arbeit nicht begonnen“, informiert Eckardt Meier, Fachbereichsleiter beim Gebäudemanagement gestern. „Wir haben den Vertrag nun gekündigt und kümmern uns nun schnellstmöglich um eine Ersatzfirma.“ Die Fertigstellung des Umbaus wird sich damit auf Ende Juni verzögern.

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„Da für das Verputzen und die sich anschließenden Maler- und Tischlerarbeiten das Baugerüst stehen bleiben muss, kann auch die Freigabe für die öffentliche Nutzung des Gebäudes erst nach dem Abbau des Gerüstes erfolgen“, erklärt Stadtsprecher Markus Nieber. Auf die Arbeiten im Inneren des Rathauses habe die Verzögerung allerdings keine Auswirkungen. „Die Räume können termingerecht bezogen und eingerichtet werden“, betont Nieber. Bei der Haus der Lebenshilfe gGmbH, die im Erdgeschoss des Alten Rathauses das Café „Samocca“ betreiben wird, und bei der Kreisvolkshochschule, die in den größten Teil des Gebäudes einzieht, sehe man die Verzögerungen gelassen, heißt es. „Die zukünftigen Nutzer des Alten Rathauses sind über den Umstand informiert und zeigen Verständnis für die schwierige Lage“, sagt Manfred Knaak, kaufmännischer Vorstand des Gebäudemanagements, das für die Auftragsvergabe zuständig ist.

Wie berichtet, hatte sich zuletzt im Spätsommer vergangenen Jahres die Fertigstellung um etwa sechs Wochen verzögert, weil der andauernde Winter 2012/13 mit langen Frostperioden den Fortgang der Arbeiten behindert hatte. Damals war eine Fertigstellung bis Ende des vergangenen Jahres anvisiert worden, doch der witterungsbedingte Rückstand der Arbeiten konnte nicht aufgeholt werden, sodass die Fertigstellung auf dieses Frühjahr verschoben wurde. Neben den Wetterbedingungen hatten, wie berichtet, auch unvorhersehbare Arbeiten die Dinge verzögert: Insbesondere die Instabilität der Außenwände hatte dazu geführt, dass Arbeitsabläufe verändert werden mussten.

Von Ines Bräutigam

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