Engagement wird honoriert

Verlierer gibt es nicht

Alle Ehrenämtler gehören zu den Siegern: Die zehn Nominierten und Ausgezeichneten in der Kategorie Ehrenamt.

Zehn Kandidaten, aber nur ein Titel – mehr als 9000 Leser beteiligten sich an der Wahl zum „Mensch 2012“. Am Sonnabend wurden die drei ersten Plätze vor rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung verkündet.

Angesichts der Spannbreite und Intensiität des ehrenamtlichen Einsatzes konnte jedoch von Verlierern keine Rede sein. „Verlierer gibt es beim Finale Mensch 2012 nicht“, betonte AZ-Chefredakteur Andreas Becker, der die Gala zu Ehren der Aktiven moderierte. Und auch sein Mitstreiter auf der Bühne, Peter Hellström, hob hervor: „Ohne ihr Engagement wäre das Leben in Uelzen deutlich ärmer. “.

So galt es nicht nur den drei Erstplatzierten, sondern auch den vierten Plätzen Anerkennung für ihre Arbeit zuteil werden zu lassen: Siegrid, Fred und Bianca Nowacki begeisterten mit ihrem Engagement für DRK, ADAC und Sportverein. Auf die Frage, wann sie neben ihren Ehrenämtern noch Zeit für die Familie hätten, folgte eine Antwort mit Augenzwinkern: „Am Wochenende und zwischen 22.15 und 6 Uhr morgens, sagte Bianca Nowacki. Und ihr Vater ergänzte: „Dann müssen wir auch mal das Wasser in unseren drei Aquarien wechseln.“

1. Platz Ehrenamt

Das „Motzerteam Scharbeutz“ verursachte ein Raunen im Publikum, als dessen Sprecher Mario Miklis verkündete, dass eher zu viele als zu wenige Menschen bereit währen, sich bei den Ferienfahrten ehrenamtlich zu engagieren.

Angela Lapöhn machte sich mit Kompetenz im Sportbereich einen Namen – ihre Freizeit investiert die Bad Bodenteicherin für andere, als Sportübungsleitererin landkreisweit.

Bärbel Jäger setzt sich für Hilfsbedürftige in unserer Gesellschaft ein: Seit viereinhalb Jahren ist die 61-Jährige ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission in Uelzen tätig – ein Engagement, das von den Gästen der Gala mit Beifall honoriert wurde.

2. Platz Ehrenamt

Ilke-Marie Häusler-Lange engagiert sich mit all ihrer Kraft und Energie für die Stiftung „Herz und Seele“ des Herz- und Gefäß-Zentrums Bad Bevensen. An die Klinikseelsorge habe sie „ihr Herz verloren“, sagte Ilke-Marie Häusler-Lange. Es sei wichtig, das jemand da ist und Patienten und Angehörigen in schweren Stunden die Hand hält.

Jede Menge Anerkennung bekamen auch die „Uhlen-Kickers“ aus Uelzen. Sie setzen sich unermüdlich dafür ein, Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Kulturen an den Sport heranzuführen. Neben dem Spaß am Spiel lernen die jungen Fußballer auf spielerische Art Regeln zu beachten. Verantwortung, Disziplin und Pünktlichkeit, berichtete Geschäftsstellenleiter Hubert Neumann schmunzelnd, stehen beim gemeinsamen Training ganz oben an.

3. Platz Ehrenamt

Gutes zu tun ist seit jeher das Bedürfnis von Erika Schiebel aus Wriedel. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten für das Deutsche Rote Kreuz. „Die Kraft, die ich aufbringe, bekomme ich durch die Menschen wieder zurück“, sagte die Preisträgerin. Für alle Ehrenämtler stiftete Uli Gustävel jeweils einen Gutschein im Wert von 50 Euro für die Jabelmannhalle.

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