Bald auch Pedelec-Training

Verkehrswacht Uelzen blickt auf das vergangene Jahr zurück

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Die Fahrsicherheitstrainings für Senioren, die von der Uelzener Verkehrswacht angeboten werden, sind regelmäßig ausgebucht.

Uelzen – Wenn es um die Sicherheit auf Uelzens Straßen geht, leistet die örtliche Verkehrswacht einen wichtigen Beitrag.

Sie betreibt Aufklärungsarbeit an Schulen, weist in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Straßenmeisterei mit Plakaten auf Gefahren oder den Schulbeginn hin und bieten Fahrsicherheitstrainings für Erwachsene und Senioren an.

Uwe Kalischefski, Geschäftsführer der Verkehrswacht Uelzen

Doch auch die Verkehrswacht hat, wie viele andere Vereine, mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Derzeit gibt es noch 133 Mitglieder, darunter sieben Kommunen und sogenannte Gebietskörperschaften. „Die Mitgliederzahlen sind, wie in den Vorjahren, leicht rückläufig“, berichtete der Uelzener Geschäftsführer Uwe Kalischefski auf der jährlichen Mitgliederversammlung.

Der Kassenbestand weist Ende 2018 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus auf. Trotzdem hat der Verein noch Rücklagen von mehr als 30.000 Euro. „Die brauchen wir für unsere mobile Verkehrsschule, wenn ein neues Fahrzeug benötigt wird“, erklärte Uwe Kalischefski.

Die mobile Verkehrsschule erreicht jährlich rund 900 Dritt- und Viertklässler im Landkreis Uelzen. Zwar wird das Projekt, bei dem die Verkehrswacht mit einem Transporter an den Schulen vorfährt und Grundschüler im sicheren Umgang mit dem Fahrrad schult, vom Landkreis gefördert. Die Organisation und der Betrieb werden aber von den Mitgliedern gewährleistet.

Die alle zwei Jahre stattfindende Aktion „Junge Fahrer“ mit Überschlags-, Fahrsimulator-, Reaktionstests und Rauschbrillen an den BBS I war ein voller Erfolg. Darüber hinaus bietet die Verkehrswacht Sicherheitstrainings an, vor allem für Fahranfänger und ältere Semester. „Fit im Auto“ für Senioren ab 65 Jahren ist regelmäßig ausgebucht. Sechs Veranstaltungen fanden 2018 statt.

Die Verkehrswacht Uelzen entwickelt ihr Angebot stetig weiter. Das Thema Elektrofahrräder wird künftig eine große Rolle spielen, denn Modelle, die unter zwölf km/h fahren, könnten bald von Kindern ab zwölf Jahren gefahren werden. Einen entsprechenden Vorschlag, solche Roller auf Radwegen und Straßen zuzulassen, machte gerade der Verkehrsminister. „Das ist ein weiteres, erhebliches Risiko, das auf uns zukommen wird“, ist sich Uwe Kalischefski sicher. Unfälle, auch auf dem Gehweg mit Fußgängern, seien praktisch vorprogrammiert.

Außerdem kündigte der Geschäftsführer ein neues Programm an, das bald anlaufen soll: „Fit mit dem Pedelec“, denn immer häufiger kommt es in Kreuzungs- und Abbiegebereichen zu schweren Unfällen.

Die Verkehrswacht würde auch gerne mit mehr Schülerlotsen für Sicherheit an den Schulen sorgen. Lediglich an zweien im Kreisgebiet gibt es sie noch – immerhin 50 Stück. Zeitweise hatten Eltern und Großeltern als Verkehrshelfer fungiert, inzwischen aber aufgehört. Uwe Kalischefski wünscht sich, dass sich künftig wieder Erwachsene für diese Aufgabe finden.

VON SANDRA HACKENBERG

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