Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich geplant

Die Fußgängerzone auf der Veerßer Straße soll bald der Vergangenheit angehören. SPD/FDP und CDU favorisieren das Modell des verkehrberuhigten Geschäftsbereiches.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Die Fußgängerzone auf der Veerßer Straße in Uelzen soll übergangsweise in einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgewandelt werden. Dieser Vorschlag, den Baudezernent Karsten Scheele-Krogull jetzt der Politik und dem örtlichen Initiativkreis vorstellte, stößt bei der SPD/FDP-Gruppe und der CDU-Fraktion auf breite Zustimmung.

Bei diesem Modell soll die Veerßer Straße beidseitig befahrbar sein – mit einer Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde. Die Blumenkübel bleiben zur Tempodrosselung erhalten. Der Abschnitt zwischen Turm- und Ringstraße, der derzeit noch Einbahnstraße ist, soll ebenfalls beidseitig befahrbar werden, dort schlägt die Stadt aber vor, Tempo 30 beizubehalten. Nicht geplant ist hingegen eine „Spielstraße“ mit der Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer.

Die Änderungen sollen bis Mitte November umgesetzt werden. Anfang 2011 folgt dann – unter Einbindung des Initiativkreises – die Festlegung auf ein endgültiges Modell.

„Diese Lösung entspricht weitgehend unserem Antrag“, begrüßt CDU-Fraktionschef Stefan Hüdepohl den verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches auf der Veerßer Straße. Zuvor will die CDU aber, dass der Rat die Übergangsregelung auf einer Sondersitzung beschließt. „Wir wollen Nägel mit Köpfen haben, und zwar so schnell wie möglich“, erklärt Hüdepohl.

Auch für SPD-Fraktionschef Ralf Munstermann ist der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich ein sinnvolles Modell. Eine Sondersitzung des Rates hält er aber für nicht erforderlich. Auch eine „Spielstraße“ mit Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer lehnt er ab: „Es ist unrealistisch zu glauben, dass so eine Situation darstellbar ist.“

Eine „Spielstraße“ sei eher für ein Wohngebiet und nicht für eine Geschäftsstraße vorgesehen, pflichtet ihm Scheele-Krogull bei. Er hat zugesagt, dass die Übergangslösung spätestens am 15. November starten kann.

Erfreut ist auch Hans-Jürgen Bertram, Sprecher des Initiativkreises Veerßer Straße: „Mit dieser Lösung sind wir sehr zufrieden. Wir sehen alle unsere Vorstellungen erfüllt.“

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