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Verkehrsberuhigte Zone und Radler auf der Straße: Neues Konzept für Uelzener Bahnhofstraße

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Von: Norman Reuter

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Für die Bahnhofstraße im Bereich des Modehauses Ramelow gibt es ein neues Verkehrskonzept.
Für die Bahnhofstraße im Bereich des Modehauses Ramelow gibt es ein neues Verkehrskonzept. © Stadt Uelzen

Die Arbeiten sollen bereits im Mai starten: Die Hansestadt plant ein neues Verkehrskonzept für einen Bereich der Bahnhofstraße. Radfahrer sollen auf die Straße geführt werden. Ein Abschnitt wird zur verkehrsberuhigten Zone. Bereits im Juli die Straße umgestaltet sein. Alle Details:

Uelzen ‒ Die Bahnhofstraße zwischen Ring- und Turmstraße wird umgebaut. Aus der bisher mit Naturstein gepflasterten Tempo-30-Zone soll ein verkehrsberuhigter Bereich mit fahrradfreundlichem Untergrund werden. So heißt es in einer am heutigen Donnerstag veröffentlichen Pressemitteilung der Hansestadt. Radfahrende können die Einbahnstraße künftig in beide Richtungen befahren und damit die Innenstadt vom Sternviertel oder Bahnhof auf direktem Weg erreichen. Umgesetzt werden soll die Maßnahme bereits zwischen Mai und Juli dieses Jahres. In der Sitzung des Bauausschusses der Hansestadt am 2. März wurden die aktuellen Planungen vorgestellt.

Die betroffene Fläche in der Bahnhofstraße einschließlich der Fußgängerwege wird mit roten Klinkersteinen gebaut. Sie präsentiert sich künftig auf gleichbleibender Höhe ohne Bordsteinkanten. In der verkehrsberuhigten Zone, auch Spielstraße genannt, sind alle Verkehrsteilnehmer – also Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer – gleichberechtigt. Für Autofahrer gilt dann auch dort Schrittgeschwindigkeit. Verkehrsberuhigte Zonen hat die Hansestadt bereits in den Markt- und angrenzenden Straßen eingerichtet.

Im Zuge dieses Vorhabens wird zudem ein weiterer Zebrastreifen in der Bahnhofstraße über die Ringstraße auf der Seite des Telekomgebäudes angelegt. In Höhe der Alewinstraße will die Stadt insbesondere mit Markierungen sichtbarer machen, dass Radfahrende von dort in Richtung Innenstadt grundsätzlich die Fahrbahn nutzen müssen.


Neben diesem Vorhaben will die Hansestadt weitere Projekte über das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ realisieren, um den Radverkehr zu verbessern. Dazu gehört u. a. eine Untersuchung zum Fahrradparken in der Innenstadt: In dieser sollen weitere Standorte zum Abstellen von Rädern und Laden von E-Bikes und Pedelecs ermittelt werden. Ziel der städtischen Aktivitäten ist, den Anteil des Fahrradverkehrs in Uelzen weiter zu steigern.

Das neue Verkehrskonzept wird über das Sofortförderprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes Niedersachsen finanziert. Es wird aus EU-Mitteln gespeist und dient dazu, Innenstädte mit konkreten Maßnahmen an neue, durch die COVID-19-Pandemie verursachte oder verstärkte Herausforderungen anzupassen. Die Fördergelder sollen insbesondere für Veranstaltungen sowie zur Stärkung des Fahrradverkehrs eingesetzt werden, um die Attraktivität und Magnetwirkung der Innenstadt zu steigern. Für die Hansestadt Uelzen sind Fördermittel in Höhe von 755.000 Euro reserviert, die Förderquote beträgt bis zu 90 Prozent. Alle Maßnahmen sind nach jetzigem Stand bis März 2023 abzuschließen.

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