Diana-Klinik wird das Hotel Kieferneck nicht kaufen

Verhandlungen sind geplatzt

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Bad Bevensen. Die Verkaufsverhandlungen zwischen der Diana-Klinik und dem Hotel Kieferneck sind gescheitert. Das bestätigt Birga Berndsen, Pressesprecherin der Bad Bevenser Klinik auf AZ-Nachfrage.

Im Sommer hatten Alexander von Keller Szepesi, Inhaber des Vier-Sterne-Hauses, und Heinz-Josef Schüler, stellvertretender Geschäftsführer der Diana-Krankenhausbetriebsgesellschaft GmbH, im AZ-Gespräch noch bestätigt, dass eine Übernahme des Kiefernecks durch die Diana-Klinik möglich sei. Aufgrund seiner Lage im Kurviertel und der direkten Nähe zur Klinik war das Hotel als Erweiterung zur Diana II im Gespräch – allerdings nicht für die Einrichtung weiterer Betten.

Nun die Wendung: „Die Verhandlungen wurden schon im Juli abgebrochen“, sagt Birga Berndsen. Derzeit würden von Seiten der Diana-Klinik „unterschiedliche Varianten möglicher baulicher Investitionen eruiert“, erklärt Berndsen. Alexander von Keller Szepesi soll kein Interesse mehr an einem Verkauf gehabt haben, erklärt sie die Entscheidung der Diana-Klinik. Eine Begründung, die bei dem Chef des Kiefernecks gestern auf Unverständnis trifft. Denn er sucht weiterhin einen Käufer – und hatte bisher auch noch auf die Diana-Klinik gesetzt. „Ich hätte 2016 gerne an die Diana-Klinik verkauft“, betont von Keller Szepesi. Die Frage, ob er noch mit anderen potentiellen Käufern verhandelt, wollte der Inhaber des Bad Bevenser Hotels Kieferneck gestern nicht beantworten.

Fest steht jedoch: Bis Mitte 2016 ist die Nutzung des Gebäudes am Lerchenweg noch an einen Hotelbetrieb gebunden – ansonsten müssten Fördergelder zurückgezahlt werden. Denn Alexander von Keller Szepesi hatte das Haus 2009 gekauft und dafür rund 400 000 Euro EU-Fördermittel erhalten – „weil ich einen von Schließung betroffenen Betrieb übernommen hatte“, erklärte von Keller Szepesi im Sommer. Eine Voraussetzung für den Geldsegen 2009: Von Keller Szepesi musste sich dazu verpflichten, das Kieferneck bis Mitte 2016 zu führen. Steigt er früher aus und das Haus geht in eine andere Nutzung über, müsste er die Fördermittel zurückzahlen.

Zum Hintergrund: Alexander von Keller Szepesi betreibt neben dem Bad Bevenser Kieferneck auch ein Hotel in Lüneburg. Neben dem Bevenser Übernachtungsbetrieb, in dem 51 Hotelzimmer für Gäste bereitstehen, haben von Keller Szepesis 35 Mitarbeiter auch das Café und Bistro in der Jod-Sole-Therme unter ihren Fittichen. Nachdem die Kurhausgastronomie vergangenes Jahr zeitweise ohne Pächter dastand, hatte von Keller Szepesi mit seinem Team teilweise das Catering bei Veranstaltungen im Kurhaus übernommen (die AZ berichtete).

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