Verfahren gegen Propst a. D. eingestellt

Von einer Disziplinarmaßnahme gegen Wolf von Nordheim sah die Disziplinarkammer letztlich ab.

tm Uelzen/Hannover. Die Disziplinarkammer der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig hat das Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Uelzener Propst Wolf-Dietrich von Nordheim eingestellt. Das teilte die Landeskirche am Freitag mit. An zwei Tagen sei das Disziplinarverfahren in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt worden, von Nordheim sei ausführlich vernommen worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Disziplinarkammer habe dabei zwar einen Verstoß gegen haushaltsrechtliche Überprüfungspflichten festgestellt, aber bei der gesetzlich erforderlichen Gesamtwürdigung des Verhaltens und der dienstlichen Leistungen des ehemaligen Propstes nach dem Ergebnis der mündlichen Verhandlung keine Disziplinarmaßnahme für angebracht gehalten, erklärt die Landeskirche weiter.

Hintergrund für das Verfahren sind die Vorgänge um die in finanzielle Schieflage geratene kirchenkreiseigene gemeinnützige Diakonie. Unter von Nordheims Verantwortung als Aufsichtsratsvorsitzender waren in der Diakonie 640 000 Euro aus Rücklagen des Kirchenkreises zur Abwendung einer Insolvenz eingesetzt worden. Von Nordheim war im Oktober mit seinem Amtsverzicht einer vorläufigen Enthebung im Rahmen des Disziplinarverfahrens zuvorgekommen.

Ausschlaggebend, das Verfahren nunmehr einzustellen, waren für die Disziplinarkammer laut Pressemitteilung folgende Gesichtspunkte:

Der Propst a. D. habe sich mit außerordentlichem persönlichen Einsatz um eine Sanierung und um den Fortbestand der in ihrer Arbeit erfolgreichen Diakonie gGmbH bemüht. Außerdem habe er bereits im Oktober 2009 sein Amt als Superintendent des Kirchenkreises Uelzen aufgegeben. Ferner habe die Disziplinarkammer die Verdienste gewürdigt, die sich von Nordheim um den Kirchenkreis Uelzen und in seinen synodalen Ämtern erworben hat.

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