Feierstunde für ehemaligen Kommunalpolitiker im Uelzener Rathaus

Verdienstorden für Stöcks

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Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (links) verlieh Hans-Jürgen Stöcks am Freitag im Namen von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz.

Uelzen. Hans-Jürgen Stöcks ist für seinen trockenen Humor bekannt: Auf die Frage, ob ihm das Bundesverdienstkreuz schon vom neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen worden sei, antwortete Stöcks: „Sie glauben doch nicht, dass mir ein SPD-Politiker den Orden verleiht.“

Die Würdigung bescherte dem ehemaligen CDU-Kommunalpolitiker aus Westerweyhe noch Alt-Bundespräsident Joachim Gauck. Am Freitagmorgen bekam er das Verdienstkreuz bei einer Feierstunde im Rathaus von Bürgermeister Jürgen Markwardt angesteckt.

Für Markwardt war es auch eine Premiere. Er verleihe zum ersten Mal diese hohe Auszeichnung. Nachdem der Bürgermeister aus dem Begründungsschreiben des Bundespräsidialamtes vorgelesen hatte, in dem Stöcks Ämter und Funktionen, die er bekleidet hatte, sowie Verdienste aufgeführt sind, sagte er abschließend: „Das reicht für das Bundesverdienstkreuz.“

Ein Auszug: 40 Jahre lang saß Hans-Jürgen Stöcks im Ortsrat Kirch- und Westerweyhe (1976 bis 2016), 18 Jahre war er Ortsbürgermeister (1996 bis 2014). Ein Vierteljahrhundert (1991 bis 2016) gehörte der Staatsanwalt a. D. dem Kreistag in Uelzen an, stellvertretender Landrat war er von 2001 bis 2006. Und in der Uelzener Ratpolitik mischte der Familienvater 20 Jahre lang (1996 bis 2016) mit. Von 2011 bis zu seinem Ausscheiden war er auch Ratsvorsitzender. Dazu hatte sich Stöcks der Brauchtumspflege verschrieben. Von 1986 bis 1992 war er Vorsitzender des Landestrachtenverbandes Niedersachsen. „Auch hat er den ,Tag der Niedersachsen’ mit aus der Taufe gehoben“, sagte Karl-Heinz Günther, Ortsbürgermeister in Kirch- und Westerweyhe, der Stöcks für den Verdienstorden vorgeschlagen hatte.

Der Geehrte selbst war hörbar bewegt, als er sich bedankte: „Ich bin nervös und verblüfft.“ Verblüfft, weil er für Tätigkeiten und Begebenheiten, die ihm dienlich gewesen waren, jetzt auch noch belobigt werde. Der Dank an Ehefrau Marianne und Sohn Hennig fehlte da nicht.

Von Jens Schopp

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