Neue Technik geht am 18. November in Betrieb / DRK: Vorerst kein Stellenabbau

Verbund für Notrufe fast startklar

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Künftig sollen nicht nur Notrufe aus dem Kreis in der Leitstelle Uelzen auflaufen, sondern auch in Partnerleitstellen.

Uelzen/Landkreis. Ein Start des geplanten Leitstellenverbundes zwischen den Landkreisen Uelzen, Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg für Einsätze von Feuerwehren und Rettungswagen rückt in greifbare Nähe.

Wie der Landkreis Uelzen auf Nachfrage erklärt, sollen als wesentlicher Baustein für den Verbund Mitte November neue Notruf- und Funkabfrageanlagen in den Leitstellen in Betrieb genommen werden. Die Technik sei in den vergangenen Monaten installiert und Leitstellenmitarbeiter dafür geschult worden, so Kreissprecher Martin Theine. Zudem seien als Voraussetzung für den Verbund alle Leitstellen mit einem 100 Megabit-Glasfaserkabel verbunden worden, sodass nun jeder mit jedem vernetzt sei.

Für den Startschuss des Verbundbetriebes, bei dem durch eine Überlauffunktion eingehende Notrufe in Partnerleitstellen anderer Landkreise weitergemeldet und dort entgegengenommen werden können, fehlt nach Auskunft vom Kreissprecher noch ein einheitliches Einsatzleitsystem für die Computer. In einem solchen System werden die Notrufe sowie die wichtigsten Informationen erfasst und mit ihm lassen sich durch den Disponenten in der Leitstelle die Feuerwehren und Rettungswagen alarmieren. Wie Kreissprecher Martin Theine mitteilt, würden die Landkreise noch in diesem Jahr eine Firma mit der Installation eines solchen Systems betrauen wollen. Zu welchem Zeitpunkt dann der Verbund seine Arbeit aufnimmt, konnte Theine gestern nicht sagen. Vor einer Inbetriebnahme müsse das System sorgfältigst ge- und erprobt werden. Insofern sei es unseriös, bereits jetzt ein genaues Datum zu nennen, so der Kreissprecher.

Wie berichtet, gehen die Landkreise davon aus, durch den Verbund die Anzahl der Leitstellenmitarbeiter herunterfahren zu können, weil durch die Überlauffunktion in einsatzschwachen Zeiten, in den Nachtstunden und am Wochenende, weniger Personal vorgehalten werden muss. Der Land Kreis Uelzen geht davon aus, von den zwölf Disponenten vier einsparen zu können. 60 Prozent der Leitstellenmitarbeiter stellt das DRK, das aber annimmt, dass die Stellen erst in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren wegfallen werden. „Erst wenn der Verbund läuft, wird sichtbar, wo unter Umständen Stellen nicht mehr benötigt werden“, sagte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Heinz Meierhoff.

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