Leitstellen in vier Kreisen kooperieren künftig / Technische Arbeiten laufen dazu

Verbund nimmt Formen an

+
Mit dem Leitstellenverbund wird Personal gespart: Ist nur ein Mitarbeiter in Dienst, laufen weitere Notrufe auf freien Leitungen in den Leitstellen der anderen vier Landkreise auf. Gegenwärtig werden dazu die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Uelzen/Landkreis. Der Leitstellenverbund für Einsätze von Feuerwehren und Rettungswagen, auf den sich die Landkreise Uelzen, Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg im vergangenen Jahr verständigt hatten, nimmt Formen an.

Wie der Erste Kreisrat Uwe Liestmann auf AZ-Nachfrage sagte, werde gerade an der technischen Umsetzung gearbeitet. Für die Kooperation müssen alle vier Landkreise mit einem Server verbunden sein. „Zur Vernetzung, die sternförmig von einem Server in Celle aus erfolgen soll, wurde der Auftrag erteilt“, so Liestmann. Die Arbeiten dazu, so würden es gegenwärtige Planungen vorsehen, sollen Ende August abgeschlossen sein. In einem weiteren Schritt bedürfe es einer einheitlichen Software in allen Landkreisen, damit der Leitstellenverbund seine Arbeit aufnehmen könne. „Eine Frist, bis zu der Softwareanbieter ihr Angebot abgeben können, läuft in der kommenden Woche aus“, informierte der Erste Kreisrat.

Vom Leitstellenverbund erhofft sich der Landkreis Uelzen, wie berichtet, Einsparungen beim Personal. Denn 112-Notrufe laufen durch den Verbund nicht mehr nur in Uelzen auf, sondern dann bei freien Leitungen auch in anderen Landkreisen. Von dort würden dann die Wehren oder die Rettungskräfte in die Spur geschickt. „Wenn beispielsweise in alarmierungsarmen Zeiten ein Disponent in Uelzen sitzt und gerade einen Notruf entgegennimmt, es dann aber zu einem weiteren Anruf kommt, landet dieser beispielsweise in Celle“, verdeutlicht Liestmann die Idee des Verbundes. Für einen reibungslosen Ablauf sei damit nicht nur die Vernetzung aller Leitstellen nötig, sondern auch einheitliche Computerprogramme auf den Rechnern. Wann letztlich der Verbund seine Arbeit aufnehme, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so der Kreisrat.

Angedacht war, wie auch schon für Polizeinotrufe umgesetzt, eine Großleitstelle, von der aus acht Landkreise bedient werden können. Der Landkreis Uelzen hatte sich, wie auch die anderen Kreise, mit denen nun der Verbund geschlossen wird, gegen eine solche Großleitstelle ausgesprochen.

Neben den Vorbereitungen zum Leitstellenverbund, so sagt Liestmann, werde auch die Einführung des Digitalfunks bei Wehren vorangetrieben. In der zweiten Jahreshälfte werde in den Wehren mit den Schulungen zur Bedienung der neuen Technik begonnen. Für das Jahr 2014 sei dann der Einbau der neuen Technik in den Feuerwehrfahrzeugen vorgesehen. Der Einbau und die Ausstattung mit Digitalfunkgeräten erfolge schrittweise. So würden in den Einsatzwagen, über die grundsätzlich der Funkverkehr laufe, auch noch die analoge Technologie vorgehalten.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare