Tausende Betrunkene im gesamten Landkreis / Polizei löste Versammlungen auf

Vatertag endete mit Chaos

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Wanderung von Holxen zum Hardausee: Eine Gruppe von 40 jungen Männern war gestern gut gelaunt unterwegs. Zahlreiche andere Bollerwagen-Gruppen, vor allem am Oldenstädter See, sorgten für Ärger mit der Uelzener Polizei.

Uelzen. Rund 250 Jugendliche haben gestern am Oldenstädter See in Uelzen randaliert. In drei Gruppen hatten sich die stark alkoholisierten Vatertagsausflügler dort niedergelassen.

Am Abend gingen aggressive Jugendliche aufeinander los, sodass es zu mehreren Körperverletzungen kam. Zudem müllten sie die Rasen- und Sandflächen zu und einige der Betrunkenen nutzten Notfunkaggregate, für die es keine Genehmigung gab, erklärte Ralf Munstermann, Leiter des Streifendienstes. „Einen Platzverweis nach dem anderen“ habe er erteilt, bis schließlich gegen 19 Uhr die gesamten Versammlungen aufgelöst und die Ufer des Oldenstädter Sees geräumt worden seien.

Bilder vom Vatertag im Kreis Uelzen

Himmelfahrt in Uelzen

Im gesamten Landkreis hatte die Uelzener Polizei vor allem gegen Abend damit zu tun, Rangeleien unter Betrunkenen aufzulösen. Zu späterer Stunde wurden Beamte an verschiedene Standorte im Landkreis gerufen, um Streitigkeiten zwischen aggressiven Jugendlichen zu schlichten, unter anderem in Bevensen und Neu Ripdorf. Die Zahl der Körperverletzungen sei schon nicht mehr zu zählen, berichtete Munstermann: „Mädchen und Jungen sind gleichermaßen dabei.“ Randalierende Mädchen stünden dem „in nichts mehr nach“, viele seien unter 16 Jahre alt.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde der Schnellenmarkt in Uelzen wieder ein Treffpunkt für hunderte Vatertags-Trinker, die ihren Ausflug dort mit exzessivem Alkoholkonsum beendeten. Auch am Hardausee trafen rund 300 Kinder und Jugendliche zusammen, berichtete Munstermann. Dort standen ebenfalls Polizeistreifen bereit. Tagsüber schon waren Beamte eingeschritten, als Ausflügler es auf Leitpfosten im Landkreis abgesehen hatten. Unter anderem bei Wrestedt und Suderburg hatten sie diese Fahrbahn-Abgrenzungen aus dem Boden gezogen.

Schwere Verletzungen blieben aber am gestrigen Himmelfahrtstag aus, der Rettungsdienst wurde im Vergleich zum vergangenen Jahr zu weniger Einsätzen gerufen. Das DRK sei zufrieden mit der „überraschend ruhigen Lage“, so ein Mitarbeiter der Einsatzleitstelle des Kreises gestern Abend.

Doch nicht alle Vatertagsausflügler übertrieben es mit dem Alkohol: Viele beließen es bei lautstarker Ausgelassenheit und genossen den Tag an selbstgezimmerten rollenden Biertischen mit Freunden. Seite 3

Von Diane Baatani

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