Nach Übergriff in Winsen: Bewährungsstrafe für Kreis-Uelzener

Urteil wegen Missbrauchs

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Symbolfoto

dib Uelzen/Lüneburg. Ein 40-jähriger Mann aus dem Landkreis Uelzen ist vom Landgericht Lüneburg wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Dem Mann war vorgeworfen worden, am 19.

Juli im Freibad „Die Insel“ in Winsen/Luhe ein neunjähriges Mädchen unsittlich berührt zu haben.

Kurz nachdem der Täter per Phantombild gesucht worden war, hatte er sich selbst bei der Polizei gemeldet, ließ sich sofort ohne Widerspruch für mehrere Monate in Untersuchungshaft nehmen und legte ein umfangreiches Geständnis ab. Dieses Verhalten legte die 2. große Jugendkammer des Landgerichts positiv aus, berichtet Pressesprecher Volker König. Das Urteil sei auch davon beeinflusst, dass der 40-jährige Vater einer eigenen Familie bereits ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro geleistet habe und durch das Einräumen der Tatvorwürfe eine weitere Vernehmung des Mädchens vermieden werden konnte. Das habe dazu beigetragen, dass die Kammer eine niedrigere Strafe fällte, als von der Staatsanwaltschaft beantragt. Diese hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert, der Verteidiger des 40-Jährigen hingegen zwei Jahre Bewährungsstrafe. Ein psychiatrischer Sachverständiger habe dem Angeklagten keine Pädophilie nachweisen können, berichtet König.

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