Im Gericht

Urteil im Mammutprozess: Angeklagter in Uelzen wegen Vergewaltigung verurteilt

Uelzen – Im Mammutprozess vor dem Amtsgericht Uelzen befanden Richterin Dr. Claudia Hagemann und die beiden Schöffen den Angeklagten B. für schuldig, das Opfer U. am 27. Januar 2018 in seinem Haus vergewaltigt zu haben.

Der Angeklagte B. wurde wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen zu drei Monaten und wegen Vergewaltigung zu zwei Jahren und sieben Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Als Gesamtstrafe verhängte das Gericht eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte kündigte nach Verlesung des Urteils an, Rechtsmittel dagegen einlegen zu wollen.

Das Opfer U. war zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt und damit minderjährig. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets bestritten und dem Opfer vorgeworfen, ihm 1500 Euro, ein Kleid und ein I-Phone gestohlen zu haben.

Am neunten Prozesstag verlas der Angeklagte zunächst eine Erklärung, in der er von widersprüchlichen Aussagen von Zeuginnen sprach. So habe es vom Opfer widersprüchliche Angaben darüber gegeben, ob sie liegend oder sitzend eingeschlafen sei. Später soll es zum Missbrauch gekommen sein. Außerdem habe das Opfer nach Meinung von B. unterschiedliche Aussagen darüber gemacht, ob sie nach dem Vorfall in einem Kleid, in Dessous oder mit einer Jeans bekleidet aufgewacht sei.

Das Opfer B. hatte angegeben, zum zweiten Mal am Tag des Vorfalls gegen Bezahlung im Haus des Angeklagten geputzt zu haben. Die Plädoyers wurden am neunten Prozesstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten, sowie zuvor auch die Aussagen von U.  tih

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