Zahlreiche Bäume stürzen um, Keller laufen voll, Straßen stehen unter Wasser und Züge stehen still

Unwetter: Landunter in Uelzen – Leser zeigen Erlebnisse auf AZ-Facebook-Seite

+
Landunter auch in der Nähe des Herzogenplatzes. Die Autos fahren mit hohen Fontänen durch die Wassermassen.

stk Uelzen. Monatelang warten die Uelzener auf Regen, und dann kommt alles auf einmal. Der Sturm wirft Bäume um, Keller laufen voll, Straßen stehen unter Wasser. Auf der AZ-Facebook-Seite zeigen Leser durch eigene Fotos und Videos ihre Erfahrungen mit dem Unwetter.

Um 19.23 Uhr geht dann auch die erste Meldung ein, dass die Bahnunterführungen in der Bahnhofstraße und am Bohldamm nicht mehr passierbar sind.

Passend dazu: Schwere Unwetter: „Nadine“ stoppt Bahn - und Flugverkehr (Ticker)

In der Bahnhofstraße drücken die Wassermassen den Gully so unglücklich heraus, dass er verkantet. In der Bohldammunterführung wird sogar ein Stück Fahrbahn herausgerissen. Die Polizei sichert die etwa 40 Zentimeter hoch überflutete Unterführung mit Trassierband. Doch das ist schnell wieder weg, weil ein Autofahrer seinen Weg fortsetzen will.

Weil die Unterführungen gefährdet sind, gibt es fest installierte Pumpen, die das Wasser abpumpen, weiß der Sprecher der Uelzener Stadtfeuerwehr Christoph Paul. Insgesamt 16 Einsätze fallen allein in der Kreisstadt an. Bäume werden geräumt, Keller leergepumpt.

Auch im Kreisgebiet wirft der Sturm viele Bäume um. Unter anderem ist die B 4 bei Grünhagen dicht. In Hohenbünstorf stürzt eine Eiche in den ehemaligen Kuhstall eines alten Bauernhauses. Glücklicherweise ist er ungenutzt.

Mehr als zehn Streckenabschnitte des Metronom sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt, auch auf der Hauptstrecke Hamburg-Uelzen-Hannover. Ersatzbusse sind kaum zu bekommen, meldet Metronom-Sprecher Björn Pamperin. „Was die gute Nachricht ist: Wir haben keine Oberleitungsstörungen, keine Fahrgäste, die in Zügen eingeschlossen sind.“

„Es hätte schlimmer kommen können“, meint Polizeihauptkommissar Bernd Hachmeister. So legte das Gewitter den Frankfurter Flughafen lahm. Blick in die Welt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare