Nach Gasexplosion im Kreis Rotenburg sichern Uelzener Ehrenamtliche die Einsatzstelle

THW unterstützt Brandermittlung

+
Stefan Brixner vom Technischen Hilfswerk aus Uelzen überprüfte, ob die Trümmer eines zusammengestürzten Hauses in Visselhoevede noch weiter herabrutschten.

Visselhoevede/Uelzen. Nach einer Gasexplosion in einem Haus in Visselhoevede im Landkreis Rotenburg wurde das Technische Hilfswerk (THW) aus Uelzen angefordert.

Drei Mitarbeiter der hiesigen Ortsgruppe unterstützten die Brandermittlungen, indem sie mit Hilfe ihres neuen Messgeräts zur Sicherung der Einsatzstelle überprüften, ob Dach und Wände noch weiter zusammenzustürzen drohten.

Über das Gerät verfügen in Niedersachsen lediglich drei THW-Ortsgruppen, darunter das Team aus der Uhlenköperstadt seit vergangenem August. Das Einsatzstellen-Sicherungssystem wurde bei diesem Anlass zum ersten Mal im Ernstfall genutzt.

Bei der Gasexplosion am Montag war ein 82 Jahre alter Hausbewohner schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei soll der Senior sich allein im Anbau seines Hauses aufgehalten haben, als es dort aus noch ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung kam. Nachbarn retteten den Mann mit Motorsäge und Brecheisen aus dem Haus. Er wurde mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik eingeliefert. Das THW Rotenburg forderte am Dienstag den Uelzener Baufachberater des THW, Bauingenieur Stefan Brixner, und das Einsatzstellen-Sicherungssystems an.

„Es galt, die Kriminalpolizei bei der Brandursachenermittlung zu unterstützen“, schildert Sascha Plachetka, Zugführer des THW Uelzen. Durch die Detonation seien drei der vier Umfassungswände vollständig zerstört worden. Das Dach wurde nur noch durch die entstandene Trümmerstruktur und Möbel gehalten. Da die Kriminalpolizei für ihre Ermittlungen bestimmte Gegenstände aus dem Inneren des Gebäudes untersuchen musste, so Plachetka, sollten vor dem Betreten die Trümmer baufachlich auf ihre Reststandsicherheit hin geprüft werden. Die Ermittler wurden daraufhin zur weiteren Vorgehensweise beraten.

Zur Absicherung der Einsatzkräfte bauten die drei Uelzener vom THW das mobile System aus Messtechnik, Software und Datenanalyse auf, um die Trümmer auf weitere Bewegungen hin zu überwachen. Dazu wird ein Laser auf Messpunkte am Gebäude gerichtet, sodass im Sekundentakt Veränderungen des Bauwerks beziehungsweise in diesem Fall der Trümmer ermittelt werden können. „Danach schafften die THW-Helfer einen Zugang ins Innere und bargen die benötigten Gegenstände für die Polizei“, erklärt Plachetka. Während der Messung waren schließlich keine Bewegungen in den Trümmern zu erkennen. Das Gebäude muss aber abgerissen werden, sagt Plachetka.

Von Diane Baatani

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare