Unterschriften gegen Mastställe

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Unterschriften gegen Großschlachtereien sammelt die Initiative für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.

Uelzen/Landkreis. Die Initiative für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie, für eine verantwortungsvolle, ethische, ökologische Industrie hat 506 Unterschriften gegen die Hähnchengroßschlachtereien – auch in Wietze – und gegen den Bau weiterer Masttierställe gesammelt.

„Masttierställe sind ethisch nicht vertretbar, da die Tiere auf engsten Raum zusammengepfercht werden, ohne Weidemöglichkeit oder Auslauf. Oft sind die Tiere auf künstliches Licht angewiesen, fensterlose Ställe sind häufig“, so lautet der Vorwurf an die Betreiber.Spätestens nach dem Vorfall in Holthusen I in der Gemeinde Gerdau, bei dem durch einen technischen Defekt in der Lüftungsanlage insgesamt 40 000 Masthähnchen erstickt sind, stehen die Masttierställe erneut in der öffentlichen Kritik. Massentierhaltung belastet den Boden, die Pflanzen und das Grundwasser mit Nitrat, so die Argumente der Gegner. Durch den Verzehr von nitrathaltigen Pflanzen kann sich das Nitrat zu Nitrit im Körper umwandeln und Krebs auslösen. Die Luft wird durch Ammoniak-Geruch belastet. Außerdem hat die Initiative 506 Unterschriften für eine artgerechte Tierhaltung mit Weidemöglichkeit oder genügend Auslauf und das Verbot der Fütterung der Tiere mit genmanipuliertem Futter erhalten.

Durch den Verzehr von mehr Gemüse, Obst und weniger Fleisch können Erkrankungen wie Krebs, Hypertonie, Diabetes und Gefäßerkrankungen reduziert werden. Die Initiative fordert von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft Aufklärung in öffentlichen Einrichtungen über die Vorzüge einer ökologischen fleischarmen oder vegetarischen Ernährung.

Genauere Informationen zu den bereits genannten Forderungen und weitere Forderungen finden Interessierte auf den Infoblättern „Keine Hähnchengroßschlachterei in Wietze und anderswo” und „Für eine artgerechte Tierhaltung” auf der Internetseite http://www.sofortiger-atomausstieg.info unter Infoblätter zum Verteilen. Für weitere Unterschriften ist die Initiative dankbar. Die Unterschriftenlisten befinden sich auf den bereits erwähnten Infoblättern im Internet. Die weiteren gesammelten Unterschriften sollen dann geschlossen bei Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner abgegeben werden.

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