Gilde und Tanzschule sammeln 1795 Stimmen

Unterschriften-Aktion für Erhalt der Stadthalle

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Übergabe der Unterschriften zum Erhalt der Stadthalle: Jens Bode an Karsten Jäkel, stellvertretender Bürgermeister (links).

Uelzen. Die Zukunft der Uelzener Stadthalle ist ungewiss: Zum Ende des Jahres könnte sie für immer abgeschlossen werden, aber soweit soll es nicht kommen: 1795 Uelzener haben sich per Unterschrift für den Erhalt der Anlage ausgesprochen.

Die Stadthalle am Schützenplatz leidet unter einem Sanierungsstau. Umbau- oder Neubau-Lösungen sind teuer. So hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, dass die Anlage vorerst nur noch bis Ende 2016 gemietet werden kann.

Aus Sicht von Jens Bode, Tanzlehrer und Inhaber der Tanzschule Krüger in Uelzen wäre das Aus der Halle eine bittere Pille. Für 15 Abschlussbälle pro Jahr mietet Bode die Stadthalle, drei Mal wöchentlich finden dort Tanzkurse von ihm statt. Eine Halle mit einem vergleichbaren Tanzboden gebe es in Umkreis von 30 Kilometern nicht, sagt Bode. Mit der Uelzener Schützengilde als Kooperationspartner initiierte Jens Bode die Unterschriften-Aktion. Die Schützen haben in der Stadthalle ihre Schießanlage, nutzen sie für Feste und auch Bälle. 1795 Unterschriften wurden in den vergangenen Wochen zusammengetragen. Am Sonnabendabend fand in der Stadthalle das Königsessen der Gilde mit anschließendem Ball statt.

Bode und die Gilde nutzten die Gelegenheit, um die Unterschriften-Listen dem stellvertretenden Bürgermeister Karsten Jäkel zu übergeben. Dieser versprach, die Listen an den Stadtrat weiterzuleiten, um die Problematik noch einmal zu überdenken: „Ich verstehe natürlich die Anliegen der Vereine und Verbände. Die Stadthalle ist für Uelzen ein wichtiger Veranstaltungsort“, so Jäkel. „Andererseits muss die Stadt jährlich 90 000 Euro für die reine Bauunterhaltung aufbringen, dazu noch die Verluste der Stadthallen-GmbH in Höhe von bis 200 000 Euro decken. Um den Saal inklusive energetischer Sanierung zukunftssicher aufzustellen, müssten wir bis zu 5 Millionen Euro aufbringen – die haben wir aber nicht.“

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