Eingetrübte Konjunkturaussichten lassen Arbeitslosenzahl in Uelzen ansteigen

Unternehmen zögern

Im Vergleich zum Juli waren im August 294 Menschen mehr ohne Arbeit – das liegt nicht daran, dass sich mehr Frauen und Männer arbeitssuchend gemeldet hätten, sondern dass weniger Personen ihre Arbeislosigkeit beenden konnten. Foto: dpa

ib Uelzen/Landkreis. Insgesamt 8350 Frauen und Männer waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Uelzen im vergangenen Monat ohne Arbeit. Damit nahm die Zahl der Arbeitslosen um 294 Personen gegenüber Juli und um 222 Personen im Vergleich zum August vergangenen Jahres zu.

Entsprechend lag die Arbeitslosenquote mit 8,1 Prozent 0,3 Punkte über dem Vormonatsniveau und stieg verglichen mit August 2011 um 0,2 Prozentpunkte am Gesamtarbeitsmarkt.

„Die aktuellen Konjunkturaussichten haben sich eingetrübt, zudem finden Betriebe nicht immer genau die Fachkräfte, die sie suchen. Beides führt dazu, das Unternehmen bei Neueinstellungen zögern“, erläutert Bernd Passier, kommissarischer Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Uelzen, die Zahlen.

Entsprechend entwickelten sich die Bewegungsdaten des Arbeitsmarktes. „Die Zunahme der Arbeitslosigkeit insbesondere im Vorjahresvergleich beruht nicht darauf, dass sich mehr Menschen arbeitslos melden. Vielmehr können weniger Personen die Arbeitslosigkeit beenden als noch im letzten Jahr“, so Passier weiter. So meldeten sich im August 2132 Frauen und Männer in den Agenturen für Arbeit Uelzen, Lüchow und Soltau arbeitslos. Das waren elf weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1840 Personen die Arbeitslosigkeit, das sind 549 weniger als im August letzten Jahres.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich war in den einzelnen Geschäftsstellenbereichen unterschiedlich ausgeprägt. Während sich im Landkreis Uelzen die Arbeitslosigkeit um 1,6 Prozent erhöhte, stieg sie im Altkreis Soltau um 2,3 Prozent und im Landkreis Lüchow-Dannenberg um 4,9 Prozent.

Die Auswirkungen der verhaltenen Konjunktur spiegelten sich auch auf dem Stellenmarkt wider: Zwar blieb der Stellenbestand mit 1639 gemeldeten Arbeitsstellen relativ konstant, die Zahl der neu gemeldeten Stellen allerdings ging zurück. Insgesamt wurden im Verlauf des Monats insgesamt 476 Stellenzugänge gezählt. Das waren 73 weniger als noch im Juli, allerdings 321 weniger Stellen als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen kamen aus den Branchen „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (137 Stellen), „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (71 Stellen), Gastgewerbe (46 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (38 Stellen) sowie Baugewerbe (35 Stellen).

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