Anwohner kritisieren neue Stadtbuslinien

Unmut über Haltestellen in Westerweyhe

Viele Anwohner des Hagebuttenwegs fordern, dass der Stadtbus nicht mehr durch ihre Straße fährt. Die Haltestelle wurde im Dezember 2019 eingerichtet.
+
Viele Anwohner des Hagebuttenwegs fordern, dass der Stadtbus nicht mehr durch ihre Straße fährt. Die Haltestelle wurde im Dezember 2019 eingerichtet.

Uelzen-Westerweyhe – Der neugeregelte Stadtbusverkehr in Uelzen sorgt in Westerweyhe für helle Aufregung. Das wurde jetzt bei der Sitzung des Ortsrates von Kirch- und Westerweyhe deutlich.

Dort überreichten Anwohner des Hagebuttenwegs und des Rießelkamps eine Unterschriftenliste, in der eine Verlegung der neuen Haltestellen gefordert wird. Und auch der Ortsrat hat einen Fragenkatalog an die Verwaltung formuliert.

„Es gab schon Situationen, bei denen Kinder ins Gebüsch ausweichen mussten“, schilderte eine Anwohnerin die Situation am Hagebuttenweg und am Rießelkamp. An der Haltestelle am Hagebuttenweg gibt es keinen Gehweg. Die Fahrgäste müssen auf der Straße auf den Bus warten. Zudem fürchten viele Anwohner, dass sie für Schäden am Ende aufkommen müssen, die durch den Busverkehr entstehen.

„Ein so großes Fahrzeug passt nicht durch den Rießelkamp“, befand dann auch Ortsratsmitglied Sasha Plachetka (CDU). Und Klaus Chlechowitz (SPD) ergänzte: „Der Bus kommt nur durch, wenn kein Gegenverkehr da ist.“ Detlef Schmidt von der Abteilung Straßenbau und Verkehr der Hansestadt Uelzen, erklärte unterdessen, dass bei den Probefahrten keinerlei Probleme festgestellt worden seien. „Ob die Linie so gelegt werden muss, ist eine andere Frage“, erklärte er und verwies darauf, dass die Linienführung mitsamt der Planung der Haltestellen in den Händen des Betreibers, der Stadtwerke, liege.

Weiterer Grund für den Unmut sind die längeren Fahrzeiten für die Westerweyher. „Die Fahrzeiten haben sich zum Negativen geändert. Der Bus ist jetzt 40 anstatt 20 bis 25 Minuten unterwegs“, erklärte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Günther. Dass Kirchweyhe angebunden ist, sei richtig und wichtig. Aber es gebe zu viele Haltestellen. „Bei manchen kann ich von einer zu anderen sehen. Das macht keinen Sinn“, sagte Günther. Schmidt kündigte an, dass Haltestellen wie am Grünen Weg zusammengelegt werden könnten.

Dass man im Verwaltungsausschuss nicht nach den Haltestellen gefragt habe, sei ein Manko, räumte Günther ein. Jetzt gelte es, das, was möglich ist, auch zu verbessern. Dass die Linie durch die Neubaugebiete verlegt wird, sei eher unwahrscheinlich. „Wenn wir die Linie anfassen, müssen wir den Stadtrat involvieren“, sagte Günther. Und dass der für die Probleme der Westerweyher eine neue europaweite Ausschreibung mache, glaube er nicht. Die Verwaltung solle sich aber über eine Optimierung der Strecke Gedanken machen. Und die Fahrgastzahlen für Linie 4 ermitteln.

VON LARS LOHMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare