Kaskade am Ratsteich ist sanierungsbedürftig / Wegen des Haushaltslochs fehlt das Geld für die Arbeit

Unkraut statt Wasser-Romantik

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Eigentlich soll über die flachen Stufen das Wasser hinabgleiten. Doch Gras und Unkraut hemmen den Fluss, sodass teilweise überhaupt kein Wasser mehr über die Kaskade plätschert.

Uelzen. Der Ratsteich ist für Uelzener ein Platz, der zum Verweilen einlädt. Von Besuchern wird er als innerstädtisches Schmuckstück empfunden.

Getrübt wird der Eindruck durch die flachen Stufen vor der Gudestor-Brücke, über die eigentlich das Wasser hinabgleiten soll, bevor es unter der Brücke hindurch seinen Weg sucht. Die gepflasterten Stufenebenen sind durchsetzt von Gras und Unkraut, das den Fluss des Wassers hemmt. Die gesetzten Holzbohlen an den Stufen faulen.

Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull spricht gegenüber der AZ von einem „unansehnlichen Bild“. Die Stadt versuche, dem Wildwuchs entgegenzuwirken. Doch um auf Dauer die Ratsteich-Kaskade zu erhalten, müsse eine grundlegende Sanierung erfolgen. Rund 190 000 Euro, so ermittelte die Stadt, würde die Maßnahme kosten.

Der Ratsteich entstand während des Dreißigjährigen Krieges 1643. Er wurde als zusätzlicher Schutz für die Innenstadt aus dem Wasser der Ilmenau aufgestaut. Vor gut 30 Jahren entstand die Kaskade vor der Gudestor-Brücke. „Beim Bau“, so schildert Scheele-Krogull, „wurde keine Drainage erstellt.“ [...]

Von Norman Reuter

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