Brennpunkt Suhlendorfer Kreuz: Experten empfehlen Sofortmaßnahmen

Die Unfallzahl explodiert

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Bei diesem Unfall am Suhlendorfer Kreuz am 26. Juni wurde eine 59-jährige Autofahrerin schwer verletzt.

Uelzen/Landkreis. Das Suhlendorfer Kreuz hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Brennpunkt im Landkreis Uelzen entwickelt. An der Stelle, wo sich die Bundesstraße 71 und die Landesstraße 265 kreuzen, sind in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits fünf schwere Verkehrsunfälle passiert.

 Dabei wurden insgesamt fünf Personen schwer verletzt und drei weitere leicht verletzt. – Ein Grund für die Unfallkommission, das Suhlendorfer Kreuz sofort in ihre Liste für Änderungen im Straßenverkehr einzubeziehen und die ersten Maßnahmen kurzfristig umzusetzen.

„Aufgrund der Brisanz, dass die Unfallzahl dort explodiert, haben wir uns dafür entschieden, diese Punkte aktuell mit zu bearbeiten“, erklärt der Geschäftsführer der Unfallkommission, Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der Polizeiinspektion Lüneburg/Uelzen. So ist seit zwei Tagen an dem Abschnitt das Überholen in beiden Richtungen verboten. „Denn eines der Probleme war die Überholsituation“, berichtet er.

Zudem soll künftig der Verkehr in der Zone, in der die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer begrenzt ist, stärker überwacht werden. Und vor der Einmündung der Landesstraße 265 aus Rosche kommend soll per Schild darauf hingewiesen werden, dass Autofahrer bis an die Haltelinie vorfahren müssen. Denn wer dort nicht bis an die Haltelinie vorfährt, übersieht leicht das Stopp-Schild, erläutert Dobslaw.

Die Unfallkommission lässt zusätzlich von der zuständigen Stelle in Hannover prüfen, welche baulichen Veränderungen am Suhlendorfer Kreuz möglich sind. Ob es auf einen Kreisverkehr oder eine Ampel hinauslaufen wird, ist noch offen. „Ich könnte mir eine Lichtsignalanlage dort gut vorstellen“, sagt der Hauptkommissar. Aber es wird voraussichtlich keinen Blitzer an dieser Kreuzung geben, da die Kreisverwaltung bereits beschlossen hat, die Zahl dieser Messanlagen im Landkreis Uelzen nicht weiter zu erhöhen.

In der Stadt haben sich für die Expertenkommission weitere Unfallschwerpunkte herauskristallisiert.

Von Diane Baatani 

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