Festlicher Abschluss eines Schullebens: Für die Absolventen des Johanneums Lüneburg hätte er besser laufen können

Undefinierbares Gulasch und kühle Plätze

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Festlicher Abschluss eines Schullebens: Für die Absolventen des Johanneums Lüneburg hätte er besser laufen können. Foto: Eggeling

Uelzen. Das Ende der Schulzeit krönt der Abi-Ball, da machen sich die Jugendlichen schick, überlegen sich ein Programm und wollen mit den Eltern das Ende der Schulzeit und den erfolgreichen Abschluss feiern. Schade, wenn dann einiges schief läuft, wie am Sonnabend für den Abschlussjahrgang des Johanneums Lüneburg.

Dieser war wegen der großen Schülerzahl des Doppeljahrgangs in die Uelzener Stadthalle ausgewichen.

Viele waren sauer: Wer sich für das Büffet – es gab laut Wirt bei 800 Gästen nur eine Ausgabestelle – anstellte, wartete mehr als eine Dreiviertelstunde, um zum Teil am Ende nur ein undefinierbares Wurstgulasch und Kroketten zu ergattern, Süßspeisen waren weitgehend abgeräumt. Die von den Schülern in Stunden ausgeklügelte Sitzordnung klappte nicht, weil Tische anders als besprochen gestellt waren.

Dumm lief es für Besucher, die in der Mitte saßen – nach dem Essen wurden ihre Tische abgeräumt, um eine Tanzfläche zu haben, allerdings gab’s keinen neuen Platz. Obendrein war das Bier warm. Dafür hatten ein paar Gäste arg kühle Plätze in einem ungeheizten Zelt, was bei leichter festlicher Garderobe einen Schnupfen garantierte.

Statt Gläser, wie bei einem Ball üblich, mussten Gäste aus Plastikbechern trinken. Viele Eltern und Schüler gingen vorzeitig. Der Wirt sagte auf Nachfrage, er könne nichts mehr ändern, und es seien wohl 30, 40 Gäste mehr gekommen als geplant. Und: Er habe seit 20 Jahren einen guten Ruf. Tenor fast aller: Ganz schlechter Service und schade für die Kinder. Viele Schüler tanzten später trotzdem ausgelassen – zumindest diesen Teil behalten sie von ihrem großen Tag in guter Erinnerung.

Von Carlo Eggeling

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