Schneemassen und Kälte verlangen Mensch und Maschine alles ab / Streusalz wirkt kaum / Bürger beschweren sich

Umfangreichster Winterdienst-Einsatz der letzten drei Jahre im Kreis Uelzen

Den umfangreichsten Winterdienst-Einsatz der letzten drei Jahren gab es im Landkreis Uelzen von Freitagmittag an.
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Den umfangreichsten Winterdienst-Einsatz der letzten drei Jahren gab es im Landkreis Uelzen von Freitagmittag an.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Große Mengen Schnee, die direkt hinter den Räumfahrzeugen wieder für weiße Fahrbahnen sorgten, wo sich dann angesichts von teilweise hohen Minusgraden auf festgefahrener Decke Glätte bildete, weil auch das Streusalz seine Wirkung nicht voll entfalten konnte: Von Freitagmittag an gab es im Landkreis Uelzen den umfangreichsten Winterdienst-Einsatz der letzten drei Jahre.

Uelzen/Landkreis – Nicht überall entsprach die Arbeit von Maschine und Mensch dem, was offenbar erwartet wird.

So berichtet Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Straßenmeisterei Uelzen in Holdenstedt, von „mehreren Beschwerden“, sagt aber: „Mehr geht nicht, Fahrzeuge und Personal stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Wer zu Hause den Gehweg oder Hof von Schnee befreit, wird sehr schnell feststellen, dass man bei ununterbrochenem Schneefall gar nicht dagegen anräumen kann. So geht es uns letztlich auch. Wir streuen und räumen nach besten Kräften, um die Straßen befahrbar zu halten – die müssen aber nicht schwarz und nicht mit 100 km/h zu befahren sein. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sein Fahrverhalten der Situation anzupassen.“ Freitag von 2 bis um 6 Uhr, von 14.30 bis 23.30 Uhr, Sonnabend von 2 bis 14 Uhr und abends erneut auf der B 71 sei man im Einsatz gewesen und habe Sonntagfrüh ebenfalls den Bezirk abgestreut.

Jedes Fahrzeug habe 45 Kilometer zu betreuen, geräumt werde bei Tempo 30, zwischendurch müsse Salz nachgeladen, vielleicht sogar getankt werden. Das Personal müsse Pausen machen, und angesichts der Belastung blieben Reparaturen an Fahrzeugen und Streuern nicht aus. „Vor diesem Hintergrund bin ich sehr zufrieden“, so Kapak-Wendt, die hier auf das Verständnis der Menschen setzt.

Die Einsatzkräfte der Kreisstraßenmeisterei in Oldenstadt hatten nach Angaben von Kreissprecher Martin Theine „den umfangreichsten Einsatz der vergangenen drei Jahre“ zu bewerkstelligen. In keinem der letzten Winter seien Fahrzeuge mit Schneepflügen ausgerüstet worden – jetzt aber sehr wohl. Rund 31 Stunden lang seien die Mitarbeiter von Freitagmorgen um 10 Uhr bis Sonnabend um 17 Uhr durchgehend im Zwei-Schicht-System mit allen zur Verfügung stehenden acht Fahrzeugen unterwegs gewesen und hätten circa 120 Tonnen Salz gestreut.

Für die Betrieblichen Dienste der Hansestadt bestätigte Stadtsprecherin Ute Krüger, dass es eine solche Wetterlage drei Jahre lang nicht zu bewältigen gegeben habe. „Natürlich ist es nicht möglich, überall sofort zur gleichen Zeit zu räumen. Einige Rückfragen von Anliegern werden geprüft. Es waren alle 15 Fahrzeuge im Einsatz, im Stadtgebiet wurden rund 42 Tonnen Salz eingesetzt“, so Krüger. Einsätze gab es Freitag von 16 bis 21 Uhr, Sonnabend von 5 bis 11 Uhr sowie am Sonntag zwischen 6 und 9 Uhr. Sie wies darauf hin, dass die entsprechende Satzung regele, wo in Uelzen der Winterdienst erfolge und wo die Räumpflicht – auch für die Fahrbahn – bei den Anliegern liege.

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