Carsten Spiegel künftig auch für Goslar zuständig / Weitere Veränderungen

RBB im Umbruch

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Einsteigen bitte: Carsten Spiegel wird künftig zwischen Uelzen und Goslar pendeln. Ab 1. Januar ist er RBB-Niederlassungsleiter in bei- den Städten.

nre Uelzen/Goslar. Bei der Regionalbus Braunschweig (RBB) GmbH, die im Landkreis Uelzen für den öffentlichen Nahverkehr zuständig ist, gibt es weitere Veränderungen.

Mitte September hatte Carsten Spiegel die Leitung der Uelzener RBB-Niederlassung übernommen und war damit Nachfolger von Hans-Joachim Leibrandt geworden. Nun gibt das Unternehmen bekannt, dass der neue Mann am Ruder künftig auch für die RBB-Niederlassung in Goslar im Süden Niedersachsens zuständig sein wird. Zum 1. Januar 2014 wird Carsten Spiegel in der 40 000 Einwohner zählenden Kommune ebenfalls Niederlassungsleiter.

Mit der Entscheidung, so teilt Alexander Möller, Sprecher der RBB-Geschäftsführung und Vorsitzender der Regionalleitung Nord, auf AZ-Nachfrage mit, wolle das Unternehmen die Niederlassung in Goslar „noch besser machen“. Carsten Spiegel sei dafür der richtige Mann. Er werde an beiden Standorten fachlich und örtlich präsent sein und die Niederlassungen mit höchstem Engagement meistern. Zugleich habe der Landkreis Uelzen mit seinen Fahrgästen weiter höchste Priorität, so Möller.

„Wir wollen 2016 die Verkehre im Kreis Uelzen wieder erlangen“, erklärt der Sprecher der Geschäftsführung, daran änderten auch „aktuelle Unstimmigkeiten mit dem Aufgabenträger“, dem Landkreis Uelzen, nichts. Wie ausführlich berichtet, hatte der Landrat nach gut zwei Jahren der Beratungen zu einem neuen Buskonzept für den Landkreis Uelzen kurz vor der Umsetzung die Notbremse gezogen. Bei der Kostenermittlung für das Konzept war die RBB auf einen benötigten Betrag von 1,2 Millionen Euro zusätzlich zu den bereits bestehenden Kosten für den ÖPNV im Kreis gekommen. Zur Verfügung standen jedoch lediglich weitere 100 000 Euro. So hatte es die Politik beschlossen.

Kritik an der RBB seitens der Kreisverwaltung und der Kreispolitik wurde daraufhin nicht nur laut, weil eine Kostenexplosion nicht abzusehen gewesen sei, sondern auch, weil die vorgelegten Zahlen nicht nachvollziehbar gewesen seien. Die RBB widersprach dieser Darstellung, gab indes aber bekannt, dass das Unternehmen seit Jahren mit dem ÖPNV im Kreis Uelzen rote Zahlen schreibt. Die RBB kündigte auch strukturelle Veränderungen für die Niederlassung in Uelzen an.

Dazu, so informierte nun der Sprecher der Geschäftsführung gegenüber der AZ, fand gestern in Uelzen eine Mitarbeiterversammlung statt. Alexander Möller: „Verkehrsplanerisch und in der Instandhaltung sind wir heute sehr gut aufgestellt. In anderen Bereichen denken wir über neue Strukturen nach. Das orientiert sich immer an den Kundenbedürfnissen, denen der Fahrgäste und des Aufgabenträgers.“

Von Norman Reuter

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