Der Umbau hat begonnen

Bauarbeiter entfernen zurzeit die Decken- und Wandverkleidung im alten Rathaus.

Uelzen -  Von Bernd Schossadowski. Der Bauschutt-Container neben dem alten Rathaus in Uelzen füllt sich immer mehr. Er ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes an der Veerßer Straße begonnen hat. Dort soll später die Kreisvolkshochschule einziehen.

Bauarbeiter entfernen zurzeit die Decken- und Wandverkleidungen im Inneren des ehemaligen Rathauses. Das ist die Voraussetzung für die anschließende Untersuchung der historischen Bausubstanz durch Stadtarchäologe Dr. Fred Mahler sowie Denkmalschutz-Experten. Sie hoffen, Erkenntnisse über den ursprünglichen Zustand des Gebäudes aus dem 14. Jahrhundert zu gewinnen.

Wenn das abgeschlossen ist, beginnt im Herbst die komplette Neugestaltung des Gebäudes. Im Erdgeschoss soll ein Café für die Nutzer der Kreisvolkshochschule eingerichtet werden. Es bekommt große Glasfronten, die in die Bögen des Arkadenganges an der Bahnhofstraße eingebaut werden. Der gesamte Eingangsbereich des Gebäudes soll überdies heller und lichtdurchfluteter werden, erklärt Architekt Mathias Hille. Voraussichtlich bis Ende 2011 wird der Umbau dauern. Die Kreisvolkshochschule könnte dann im Frühjahr 2012 einziehen, so die Hoffnung der Stadtverwaltung.

Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Nicht nur Decken, Wände und der Boden müssen erneuert werden, sondern auch sämtliche elektrische Leitungen. Eingebaut werden unter anderem ein Fahrstuhl, zwei Fluchttreppen, moderne Sprossenfenster, die Wärmedämmung und Brandmelder. In seinem jetzigen Zustand erhalten bleibt nur der alte Ratssaal im ersten Stock, einschließlich seines imposanten Kachelofens von 1948.

Die Gesamtkosten für den Umbau des Gebäudes betragen rund 1,85 Millionen Euro, wobei 75 Prozent aus Ziel-1-Mitteln der EU finanziert werden sollen.

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