Du bist ...

. . . das Salz der Erde, so fühlte sich Uhlenköper bisher immer vom lieben Gott adressiert.

Was damit gemeint war, hat er immer so interpretiert: Er ist kostbar, ein kleines Körnchen auf der Welt, das einerseits das dringend Notwendige erhält und obendrein für „Geschmack“ sorgt, soll heißen: für Gutes, für Leben und Freude. Soweit, so gut. Damit war er zufrieden. Ausgerechnet im Gespräch mit einem Kirchenmann hatte Uhlenköper nun kürzlich einen leckeren Rotbuschtee vor sich, in den er einen halben Löffel Zucker mischte. Sehr bald wurde klar: Das war kein Zucker. Und in den geweihten Räumen fühlte sich Uhlenköper gleich an den Satz erinnert, den Jesus zu seinen Jüngern sprach. Ob der Herr Heiland es seinen Jüngern als Gedankenstütze in den Tee mischte, weiß Uhlenköper nicht. Er braucht aber künftig keine Gedankenstütze mehr: Achte dringend (!) auf den Unterschied von Salz und Zucker, weiß Uhlenköper.

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