Uelzens Zusteller gestern trotz Warnstreiks im Einsatz

Briefe auf dem Weg

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Die Postkunden in Uelzen sind gestern von den Warnstreiks verschont geblieben.

Uelzen. Viele Postkunden haben gestern vergeblich auf ihre Zusteller gewartet – die Gewerkschaft verdi hatte nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden über Löhne und Gehälter mit Warnstreiks den Druck erhöht.

In Uelzen fanden gestern aber trotzdem Briefe und Päckchen die Wege zu ihren Empfängern. „Uelzen ist von den Warnstreiks nicht betroffen“, sagte gestern Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt in Hamburg auf AZ-Nachfrage. Und das bestätigt auch Hans-Uwe Behrens, für die Lüneburger Heide zuständiger Gewerkschaftssekretär bei verdi: „Wir haben die Aktionen bewusst beschränkt, weil wir die Kunden ja auch nicht verärgern wollen. “.

Und so herrschte gestern im Briefzentrum Celle, über das auch der Kreis Uelzen versorgt wird, ganz normaler Betrieb; die Verteilung von dort aus in den Landkreis Uelzen hat reibungslos geklappt. Allein in Celle selbst haben sich einige Zusteller an den Warnstreiks beteiligt.

Bis zum nächsten Treffen der Tarifverhandlungsparteien am 25. April hat die Gewerkschaft weitere Warnstreiks angekündigt. Uelzen werde aber auch dann voraussichtlich nicht betroffen sein, so Behrens. „Wenn aber bis dahin kein Angebot der Post vorliegt“, kündigt Jens-Uwe Behrens an, „ist Schluss mit der Spielerei.“ Die Gewerkschaft fordert für die Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat.

Von Ines Bräutigam

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