In Oldenstadt installiert – weitere folgt

Uelzens modernste Radarfalle ist in Betrieb

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Grau angestrichen und „getarnt“ durch ein Verkehrsschild: Der neue Blitzer an der B 191 in Oldenstadt.

Uelzen. Die neue Messsäule war noch keine halbe Stunde scharf gestellt, da blitzte sie auch schon fleißig. Gleich drei Autofahrer brausten am Mittwochabend in die neue Radarfalle in der Ortsdurchfahrt Oldenstadt.

Das neue Gerät an der Bundesstraße 191 ist die mittlerweile 22. stationäre Kontrollanlage im Landkreis Uelzen und es ist das modernste seiner Art an den Straßen des Kreises. Keine kantigen Gehäuse mehr und somit kaum Angriffsflächen für Zerstörungen; abgesehen davon, dass sich Temposünder solche Gedanken ohnehin sparen können: Die Daten werden direkt in die Bußgeldstelle des Landkreises im Kreishaus übertragen.

Die neueste Anlage kann nicht nur Geschwindigkeit messen. Mit ihr ist es auch möglich, Rotlichtverstöße an der davorliegenden Fußgängerampel zu dokumentieren und zu ahnden. Doch dafür muss die Lichtzeichenanlage zuvor noch modernisiert werden.

Die neue Radaranlage ist auch die erste, die kein Geld in die klammen Kassen der Kommunen spülen. Denn sie steht anders als die anderen 21 Säulen im Uelzener Stadtgebiet. Weil die Stadt selbst aber keine Verkehrsverstöße ahnden darf, wurde mit dem zuständigen Landkreis eine besondere Vereinbarung geschlossen.

So betreibt eine private Firma die Messanlage, sie bekommt eine Pauschale für jeden Verstoß. „Wir haben uns entschieden, den Verkehr in der Ortsdurchfahrt auf diese Art zu überwachen, um die Verkehrssicherheit insbesondere für die querenden Schüler und Fußgänger zu erhöhen“, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger. In Kürze steht dann an der B 191 in Oldenstadt eine weitere Säule – für die Gegenrichtung.

Von Thomas Mitzlaff

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