Hansestadt erlebt positive Entwicklung

Uelzens Fremdenverkehr im Aufwind

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Uelzen erlebt eine positive Entwicklung in Sachen Tourismus: Seit Jahren steigen die Übernachtungszahlen.

Uelzen – Die Osterferien werden für die ersten Urlaube genutzt. In und um Uelzen herum sind bereits Touristen zu entdecken. Ohnehin: Die Hansestadt erlebt, was den Zulauf betrifft, eine positive Entwicklung.

Das „Sperlingskauz-Eck“ ist schon bewohnt. Familie Helmer hat hier ihren Campingwagen abgestellt.

Die Region gefällt ihnen: Kalle, Marc, Elin und Invield Helmer (von links) machen Urlaub in der Heide.

Marc, Invield, Kalle und Elin Helmer sind für die erste Ferienwoche von der Küste nach Westerweyhe gereist, um in der Heide Urlaub zu machen. Die Wahl kommt nicht von ungefähr: Der erste Urlaub, an den sich Invield Helmer erinnern kann, ging in die Heide. Jetzt will sie ihren Kindern die Region näherbringen. Als Campingtour: „Man ist viel draußen, die Atmosphäre ist schön“, sagt Marc Helmer.

Camping als Urlaubsform boomt. Im vergangenen Jahr spielte zudem der Jahrhundertsommer Campingplatzbetreibern wie Thomas Körding in Westerweyhe in die Hände. „Das war schon bombig.“ Und mit Zuversicht schaut er auf die nun startende Saison: „Nach den Vor- buchungen rechnen wir wieder mit einem starken Sommer.“

Zum Tourismus in Uelzen hat nicht nur Thomas Körding Erfreuliches zu berichten. Auch im Bereich der Hotels und Pensionen ist eine Entwicklung zu bemerken, die die Betreiber positiv stimmt, wenngleich es nicht unmittelbar mit dem klassischen Tourimusgeschäft zu tun hat. Mehr und mehr werden Uelzener Unterkünfte von Dienstreisenden genutzt, die Termine in den umliegenden Metropolen haben.

„Moderate Übernachtungspreise, ein freundliches Umfeld und die gute Bahnanbindung sind Gründe für Geschäftsreisende, die Hannover-Messe oder Tagungen in Hamburg besuchen“, hört die Hansestadt aus den Uelzener Hotels. Für das Open R als Großveranstaltung werden Jahr für Jahr auch Unterkünfte in der Stadt gesucht.

Anke Steffen, Leiterin der Stadt- und Touristinformation, berichtet, dass es inzwischen seit vier Jahren eine stetig steigende Zahl an Übernachtungen in der Hansestadt gibt. Sie sagt: „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.“ Im vergangenen Jahr zählte das niedersächsische Landesamt für Statistik 68 709 Übernachtungen in der Hansestadt. 2017 waren es noch 62477. Das ist eine Steigerung um 10 Prozent.

Möglich ist eine solche Entwicklung aber auch, weil wieder mehr Hotelbetten im Stadtgebiet zur Verfügung stehen – 2017 öffnete wieder das Hotel „Stadt Hamburg“ und 2018 kam das Hotel „Johnsburg“ dazu. „Die von Beginn an gute Buchungslage in den zuletzt eröffneten Betrieben ist der Erfolg von privatem und kommunalem Engagement und lässt vermuten, dass es durchaus Potenziale für weitere Beherbergungsbetriebe geben könnte“, so Steffen.

Familie Helmer wird an Ostern wieder in der Heimat sein. Ihr hat es in Heide gefallen, erzählen die Familienmitglieder. „Wir müssen noch einmal wiederkommen, wenn die Heide blüht“, sagt Invield Helmer.

VON NORMAN REUTER

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