CDU-Landtagsmitglieder suchen das Gespräch mit Nordzucker-Mitarbeitern

Uelzener Zuckerproduktion in „angespannter Situation“

Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion und Vertreter von Nordzucker haben über die aktuelle Situation in der Zuckerproduktion und für die Rübenanbauer gesprochen.
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Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion und Vertreter von Nordzucker haben über die aktuelle Situation in der Zuckerproduktion und für die Rübenanbauer gesprochen.

Uelzen – Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion haben in der Uelzener Zuckerfabrik das Gespräch mit Vertretern des Unternehmens Nordzucker gesucht. „Unsere Rübenanbauer und mit ihnen die Nordzucker AG mit der Fabrik in Uelzen befinden sich in einer angespannten Situation.

Auch die Landwirte aus den benachbarten Landkreisen liefern ihre Rüben nach Uelzen. Sie und die ganze Umgebung sind von der Entwicklung betroffen“, sagte der Uelzener Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer zum Auftakt. Auf seine Initiative hin war es zu dem Treffen in Uelzen gekommen.

Neben der Zuckerproduktion ist auch der Rübenanbau verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt. „Der Rübenanbau in der EU findet nicht zu gleichen Bedingungen statt“, erklärte Alexander Sick von der Unternehmenskommunikation der Nordzucker AG laut einer Pressemitteilung der CDU. Mit sogenannten „gekoppelten Zahlungen“ für Zuckerrüben würden einige EU-Mitgliedstaten ihre Rübenanbauer unterstützen und sorgten auf diese Weise für einen verzerrten Wettbewerb gegenüber den hiesigen Landwirten.

Mit nationalen Alleingängen bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verstärken sich diese Verzerrungen noch weiter. „Die entstehenden Mehrkosten für den Rohstoff Rübe können bei den aktuellen Marktpreisen für Zucker nicht kompensiert werden“, sagte Fabrikleiter Mathias Böker. „Wir verlangen keine Extra-Zahlungen oder Bevorzugung, sondern gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU“, brachte es Eckhard Hinrichs, Vorsitzender des Rübenanbauer- und Aktionärsverband-Nord, auf den Punkt.

Was aktuelle Debatten zu Umwelt- und Klimaschutz betrifft, sei Nordzucker dabei, Lösungen für eine künftige Energieversorgung der Werke zu finden. Werkleiter Böker erläuterte das am Standort Uelzen aufgesetzte Programm, mit dem unter anderem sämtliche Energieträger auf ihre Verfügbarkeit und Tauglichkeit für die künftige Versorgung der Zuckerfabrik geprüft würden.

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